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15.10.2014

15:11 Uhr

Spekulationen um Neuwahlen

Griechische Aktien und Bonds auf Talfahrt

Griechische Aktien und Bonds sind am Mittwoch erneut unter Druck geraten. Der Grund: Spekulationen auf vorgezogenen Neuwahlen. Für Verunsicherung sorgen auch die Pläne für einen frühen Ausstieg aus dem Rettungsprogramm.

Eine EU-Fahne über der Akropolis in Athen: Viele Anleger fürchten derzeit einen Sturz der griechischen Regierung. dpa

Eine EU-Fahne über der Akropolis in Athen: Viele Anleger fürchten derzeit einen Sturz der griechischen Regierung.

FrankfurtSpekulationen auf vorgezogenen Neuwahlen haben griechische Aktien und Bonds am Mittwoch erneut auf Talfahrt geschickt. Der Athener Leitindex fiel in der Spitze um knapp fünf Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Seit Monatsbeginn liegt das Minus bei fast elf Prozent.

Der Kurs der zehnjährigen Anleihen des Landes brach ebenfalls ein – im Gegenzug zog die Rendite um 55 Basispunkte auf ein Tageshoch von 7,60 Prozent an. Die Papiere warfen damit so viel ab wie seit knapp acht Monaten nicht mehr.

Viele Anleger fürchten derzeit einen Sturz der griechischen Regierung. Umfragen zufolge hat die linke Oppositionspartei Syriza ihren Stimmenvorsprung auf die konservative Regierungspartei des Ministerpräsidenten Antonis Samaras auf 6,5 Prozentpunkte ausgebaut. Syriza ist gegen den strikten Sparkurs der Regierung in Athen. Die nächste Parlamentswahl steht turnusmäßig 2016 an. Ebenfalls für Verunsicherung sorgen die Pläne der griechischen Regierung für einen frühen Ausstieg aus dem Rettungsprogramm.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Von

rtr

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