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23.04.2013

21:18 Uhr

Staatsanleihen

Europäischer Anleihemarkt auf Entspannungskurs

Die Zeichen auf dem europäischen Anleihemarkt stehen auf Entspannung. Die Renditen für italienische Staatstitel fielen, Spanien konnte sich frisches Geld bei den Anlegern besorgen.

Der Anleihemarkt in Europa entspannt sich wieder. dpa

Der Anleihemarkt in Europa entspannt sich wieder.

Rom/MadridDie Lage an den Anleihemärkten der Eurozone entspannt sich weiter – vor allem die großen Krisenländer Italien und Spanien profitieren. Am Dienstag fielen die Renditen der Staatstitel Italiens mit richtungsweisender Laufzeit über zehn Jahre auf das tiefste Niveau seit November 2010. In Italien steigen die Hoffnungen auf eine Regierungsbildung, in Spanien verliert der Sinkflug der Wirtschaft etwas an Tempo. Zudem konnte sich Madrid günstig frisches Geld bei Anlegern besorgen. Die Entspannung erklären Experten auch mit der extremen Geldflut in Japan mit der Folge sinkender Zinsen. Das treibt Anleger in den Euroraum, weil es dort zum Teil noch höhere Renditen gibt.

Die Renditen für zehnjährige Staatspapiere aus Italien sanken am Vormittag unter die Marke von vier Prozent, zuletzt standen sie bei 3,98 Prozent. Die Pendants aus Spanien fielen bis auf 4,32 Prozent. Die Renditen gaben über alle Länder des Euroraums hinweg nach, auch Papiere aus Portugal und Griechenland verzeichneten steigende Nachfrage.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Die spanische Wirtschaft ist indes weiter geschrumpft, aber nicht so stark wie zuvor, wie eine Schätzung der spanischen Notenbank zeigt. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent zum Vorquartal gesunken, schreibt die Banco d' Espana in ihrem Monatsbericht. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte der Rückgang noch bei 0,8 Prozent gelegen. Im Jahresvergleich dürfte der Rückgang im ersten Quartal bei 2,0 Prozent gelegen haben.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Brasil

23.04.2013, 21:45 Uhr

Na, dann ist ja wieder mal alles Bestens!
Nur keine anderen Nachrichten recherchieren und lesen, ausser Systemkonformen!

Account gelöscht!

23.04.2013, 23:04 Uhr

Lasst euch nicht für dumm verkaufen: Nach der BTW kommen sowieso Eurobonds, eine Banklizenz für den ESM, um im Finanzdschungel im großen Stil alles aufzukaufen, die EZB hilft dabei über ELA, Target II, LTRO, STEP, SMP und OMT mit. Die Mittel des ESM reichen dann höchstens noch bis zum Mai 2014, Griechenland braucht einen neuen Schuldenschnitt und weitere Dauertransferhilfen. Die spanischen und irischen Banken brauchen ebenso noch eine Frischzellenkur ohne Limits. Dazu noch eine Verwarnung, wenn man zu große Überschüsse hat, Konjunkturschwankungsausgleichsfonds, eine Bankenunion forte de lux XXL, eine europäische Arbeitslosenversicherung mit einer europäischen Wirtschaftsregierung, weitere Strukturfonds, eine Ausweitung der Eurozone und vieles mehr.

Querschlaeger

24.04.2013, 02:54 Uhr

ausgezeichnet! Jetzt koennen die PFIGS noch mehr Geld leihen und dann den Euro-Bond fordern. Mit oder ohne Euro-Bonds, der Euro und sozialistische EU sind zum sterben verurteilt.

Alles nur eine Frage der Zeit.

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