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04.01.2013

15:35 Uhr

Staatsanleihen

Fast 60 Prozent Ertrag mit Portugal-Anleihen

Anleihen europäischer Staaten waren im vergangenen Jahr besonders lukrativ. Eine sehr hohe Rendite erzielten Investoren mit Portugal-Bonds. Grund für den Aufschwung waren die Euro-Rettungsmaßnahmen der EZB.

Staatsanleihen aus Europa brachten 2012 sehr hohe Renditen. dpa

Staatsanleihen aus Europa brachten 2012 sehr hohe Renditen.

FrankfurtFür Staatsanleihen aus der Euro-Zone war 2012 das beste Jahr seit Beginn der Datenerhebung. Besonders stark angestiegen sind Staatsbonds aus Italien und Portugal. Ausgelöst wurde diese positive Entwicklung offenbar durch die verstärkten Maßnahmen zur Rettung des Euro.

Portugiesische Anleihen bescherten Investoren 2012 einen Ertrag von 57 Prozent (bis einschließlich 28. Dezember) - das ist der größte Aufschlag seit mindestens 1994, wie aus Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies hervorgeht. Bei griechischen Papieren ging es den Daten zufolge um 21 Prozent nach oben, sie erreichten das erste Jahresplus seit 2009. Auch bei italienischen Bonds lag die Rendite bei 21 Prozent. Und bei Staatsanleihen aus Irland freuten sich Investoren über eine Rendite von 29 Prozent.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Zugewinne bei italienischen und portugiesischen Bonds folgten unmittelbar auf deren bislang schlechtestes Jahr seit Beginn der Datenerhebung. Ein Index für alle Staatsanleihen der Euro-Zone war 2012 um zwölf Prozent geklettert - so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1999.

Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte im Juli versprochen, alles Notwendige zum Schutz der Währungsgemeinschaft zu unternehmen. Die EZB stellte einen Plan zum Aufkauf von Staatsanleihen vor, der die seit drei Jahren andauernde Schuldenkrise entschärfte.

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Die Staats- und Regierungschefs der Region arbeiteten zudem an einer strengeren Bankenaufsicht, einer stärkeren Haushalts-Abstimmung und einer politischen Union. “Wir haben einen signifikanten Stimmungswandel gesehen”, sagte Mohit Kumar, Chef für die europäische Festverzinslichen-Strategie bei der Deutschen Bank. “Portugal, Irland, Italien - sie alle haben sich wirklich gut geschlagen. Die primäre Unterstützung für den Markt kam von der EZB, welche das Risiko aggressiver Ausverkäufe auf jedem der einzelnen Märkte und ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone verhinderte.”

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

04.01.2013, 15:57 Uhr

Da sie der vorrausschauende Draghi alle aufgekauft hat, klingeln die EUro-Kassen.^^

Account gelöscht!

04.01.2013, 16:04 Uhr

Zum Glück hat Draghi alle aufkaufen lassen und kann jetzt mit den Gewinnen, die Eurokassen füllen.^^

Verschwender

04.01.2013, 17:16 Uhr

Draghi hat seine Kumpels von Goldman Sachs schon vorher eingeweiht. Jeder besitzt jetzt eine Luxusyacht und eine Nobelvilla mehr !!

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