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19.12.2012

17:36 Uhr

Staatsanleihen

Griechenbonds steigen nach Ratinganhebung

Nachdem S&P die Bonität von Griechenland um mehrere Stufen angehoben hat, ist die Rendite gesunken. Italien- und Spanien-Bonds verzeichneten ebenfalls Kursgewinne.

S&P erhöhte das Rating für Griechenland von “Selective Default” auf “B-”, wobei der Ausblick mit “stabil” festgelegt wurde - was weitere Herab- oder Heraufstufungen für die nächste Zeit weniger wahrscheinlich macht. dpa

S&P erhöhte das Rating für Griechenland von “Selective Default” auf “B-”, wobei der Ausblick mit “stabil” festgelegt wurde - was weitere Herab- oder Heraufstufungen für die nächste Zeit weniger wahrscheinlich macht.

FrankfurtDie deutschen Bundesanleihen haben am Mittwoch weiter nachgegeben. Das deutsche Geschäftsklima hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge verbessert. Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts stieg auf 102,4, nach 101,4 im November. Die Erwartungen verbesserten sich deutlich von 95,2 auf 97,9.

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte höher bei 1,43 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor 25 Basispunkte auf 144,16 Prozent. Deutsche Bundesanleihen haben den Investoren dieses Jahr 3,8 Prozent eingebracht, wie Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS) zeigen.

Zehnjährige griechische Staatsanleihen haben ihre Kursgewinne am Mittwochnachmittag deutlich ausgebaut. Nachdem die EZB mitgeteilt hatte, dass sie Hellas-Bonds ab dem 21. Dezember wieder als Sicherheiten akzeptieren will, legten die Papiere um bis zu 5,56 auf 50,40 Punkte zu.

Die Rendite fiel im Gegenzug auf 11,357 Prozent nach 12,890 Prozent im New Yorker Vortagesgeschäft und markierte damit den niedrigsten Stand seit Februar. Schon am Vormittag waren die Zinsen zurückgegangen, weil die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote Griechenlands auf „B-minus“ mit einem stabilen Ausblick angehoben hatte.

Zehnjährige Italien-Bonds verzeichneten weitere Kursgewinne. Die Rendite sank um sechs Basispunkte auf 4,39 Prozent. In Italien finden diese Woche die Debatten über den von Ministerpräsident Mario Monti vorgelegten Haushalt 2013 statt. Nach den beiden Abstimmungen will Monti zurücktreten.

Spanische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit haben ebenfalls weiter zugelegt. Die Rendite ging um vier Basispunkte zurück auf 5,24 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse etwas gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag zuletzt einen Basispunkt niedriger bei 1,81 Prozent.


Kommentare (8)

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Account gelöscht!

19.12.2012, 10:57 Uhr

Nicht nur die Griechen freuen sich über das neue Rettungspaket von Euro-Zone und IWF. Auch Spekulanten reiben sich die Hände. Der geplante Rückkauf von Hellas-Bonds lässt ihre Kassen klingeln - sie nennen den Deal "idiotensicher" oder "Geschenk vom Steuerzahler" der sich weiter verarschen lässt!! Schön weiter Eurofanatische Parteien wählen!

Sarina

19.12.2012, 11:22 Uhr

Griechenbonds steigen nach Ratinganhebung
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Na, dann dürfen die netten Griechen ja bald wieder Schulden machen bis zum Abwinken! Die Sause geht weiter ........ bis wir endlich und endgültig die Reißleine ziehen. Dass sie gezogen werden muss, muss jedem Simpel klar sein, denn die Griechen werden ihren Charakter niemals ändern!

Mazi

19.12.2012, 12:56 Uhr

Was heißt das denn?

Nicht nur, dass die Griechen uns fortan nicht mehr brauchen, jetzt kann die Rückzahlung der Hilfsgelder endlich erfolgen. Oder sollte der Bundestag Geld etwa verschenkt haben?

Da gilt es aber jetzt zu allererst einige eigene Löcher in Deutschland zu stopfen! Geld scheint ja in Hülle und Fülle da zu sein.

Ein großes Problem dürfte wohl die Altersarmut sein.

Da gibt es Rentner, die trotz lebenslanger Arbeit bereits von der Altersarmut betroffen sind. Und da gibt es Bürger, die für ihr Alter vorgesorgt haben, deren Geld aber dank aktueller EZB-Politik nichts mehr Wert ist oder zumindest stetig abnimmt.

Und da gibt es Politiker, die sich am "Trog" zu allererst in Form von Diäten und Pensionen unbehelligt bedienen.

Da gibt es Politiker, die immer noch nicht die Abgeordnetenbestechung in das Strafgesetzbuch aufgenommen wissen wollen.

Ich hoffe, dass die Wähler bei der nächsten Wahl wissen, was sie zu tun haben.

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