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02.04.2014

08:03 Uhr

Staatsanleihen

Griechenland will zwei Milliarden Euro einsammeln

Seit dem zweiten Rettungspaket im Jahr 2010 hat Griechenland keine Staatsanleihen mehr am Markt verkauft. Nun will der Staat zurückkehren - und Bonds im Volumen von zwei Milliarden Euro anbieten.

Voraussetzung für neue Hilfen

Griechen peitschen neues Reformpaket durch

Voraussetzung für neue Hilfen: Griechen peitschen neues Reformpaket durch

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AthenGriechenland will an die Märkte mit dem Verkauf von Staatsanleihen im Volumen von zwei Milliarden Euro zurückkehren. Das erfuhr die nachrichtenagentur Bloomberg von drei Vertretern aus dem Regierungsumfeld. Das Land nähert sich derzeit dem Ende seines zweiten internationalen Rettungspakets, mit dem es schon seit dem Jahr 2010 über Wasser gehalten worden war.

Die Finanzminister der Eurozone hatten am Dienstag bei einem Treffen in Athen die Auszahlung der jüngsten Hilfstranche über 8,3 Milliarden Euro freigegeben. Von dieser Summe werden wohl 6,3 Milliarden Euro noch diesen Monat fließen.

Kapitalbedarf der Euro-Staaten 2014

Deutschland

Refinanzierungsbedarf 2014: 173 Milliarden Euro
Davon im ersten Quartal gedeckt: 26,6 Prozent
Quelle: Commerzbank, Stand: 28.03.2014

Frankreich

Refinanzierungsbedarf 2014: 198 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 29,7 Prozent

Spanien

Refinanzierungsbedarf 2014: 125 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 35,3 Prozent

Österreich

Refinanzierungsbedarf 2014: 24 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 15,3 Prozent

Niederlande

Refinanzierungsbedarf 2014: 50 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 40,5 Prozent

Belgien

Refinanzierungsbedarf 2014: 34 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 41,3 Prozent

Italien

Refinanzierungsbedarf 2014: 247 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 28,2 Prozent

Portugal

Refinanzierungsbedarf 2014: 8 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 65,6 Prozent

Finnland

Refinanzierungsbedarf 2014: 12 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 33,3 Prozent

Irland

Refinanzierungsbedarf 2014: 10 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 47,5 Prozent

Slowenien

Refinanzierungsbedarf 2014: 7,7 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 33,0 Prozent

Slowakei

Refinanzierungsbedarf 2014: 7,0 Milliarden Euro

Davon im ersten Quartal gedeckt: 36,4 Prozent

Den griechischen Kreisen zufolge ist die Entscheidung für die Anleihen über zwei Milliarden Euro bereits gefallen, es gehe jetzt nur noch um den richtigen Zeitpunkt. Nicht ausgeschlossen sei, dass nach der ersten Emission in den kommenden Monaten noch weitere Anleiheverkäufe folgen werden.

Wie es aus den Kreisen weiter hieß, hänge der Zeitpunkt der Platzierung von den Marktbedingungen ab. Zudem werde sie erst dann erfolgen, wenn das Land alle Bedingungen für die 6,3 Mrd. Euro, welche die Finanzminister am Dienstag freigegeben hatten, auch erfüllt worden seien.

Der griechische Regierungschef Antonis Samaras hatte seine Glaubwürdigkeit darauf gesetzt, dass das Land in diesem Jahr an den Anleihemarkt zurückkehren wird - das erste Mal seit der Zeit vor dem Rettungspaket im Jahr 2010. Griechenland hatte in der Nacht zum Montag dieser Woche Reformen verabschiedet - etwa Änderungen für die Kapitalaufnahme der Banken - und damit Voraussetzungen für weitere Tranchen aus dem Rettungspaket erfüllt.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

02.04.2014, 08:11 Uhr

Wahrscheinlich um Schulden abzubauen. :-)

Account gelöscht!

02.04.2014, 09:55 Uhr

Kaufen Sie, und Sie werden errettet - äh - sind gerettet.

Account gelöscht!

02.04.2014, 10:27 Uhr

Wer nicht will, dass deutsche Steuerzahler für diese Ramsch-Anleihen garantieren, der muss im Mai entsprechend wählen.

Es gibt Alternativen...

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