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24.08.2011

07:10 Uhr

Staatsanleihen

Moody's stuft Japans Kreditwürdigkeit herab

Kurz vor dem Regierungswechsel in Japan stuft die Ratingagentur Moody's das Land herab. Die Regierung scheint das wenig zu interessieren. Sie kündigt ein neues Milliardenprogramm an, um den Höhenflug des Yen zu stoppen.

Auch Wirtschaftsprobleme sind ein Grund für die Herabstufung Japans. Reuters

Auch Wirtschaftsprobleme sind ein Grund für die Herabstufung Japans.

Sydney/TokioDie Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit japanischer Staatsanleihen gesenkt. Das Rating sei um eine Stufe auf Aa3 herabgestuft worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Als Grund nannte Moody's das große Haushaltsdefizit und die Anhäufung von Schulden seit der Wirtschaftskrise 2009. Das Jahrhundert-Erdbeben und die Atomkatastrophe von Fukushima hätten die Wirtschaftsprobleme des Landes noch einmal verschärft.

Allerdings beließ Moody's den Ausblick für Japan auf stabil und verwies auf die Gewohnheit vieler Japaner, Staatsanleihen des eigenen Landes zu kaufen. Dies ermögliche es der japanischen Regierung, ihre Schulden zu vergleichsweise niedrigen Zinsen zu refinanzieren.

An den Märkten sorgte die Nachricht zunächst für wenig Aufruhr: Der Yen tendierte nahezu unverändert bei rund 76,70 Dollar .

Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda lehnte eine Stellungnahme zu der Herabstufung durch Moody's ab. Die Absenkung der Bonität erhöht den Druck auf Japans Politik, die desolaten öffentlichen Finanzen zu sanieren. In der kommenden Woche steht in Japan ein Wechsel an der Regierungsspitze an, Premier Naoto Kan hat seinen Rücktritt in Aussicht gestellt.

Japan hat unter allen Industrieländern die höchsten Staatsschulden, die sich inzwischen auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukt belaufen. Japan ist allerdings fast ausschließlich bei den eigenen Bürgern verschuldet.

Kommentare (2)

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aruba

24.08.2011, 07:26 Uhr

Guten Tag,.... Recht haben die Japse. Sie sollen sich den Hintern mit Moody's " Expertenmeinung " abwischen. Besten Dank

Account gelöscht!

24.08.2011, 07:48 Uhr

Die Japaner drucken doch schon seit den frühen 90er Geld ohne Ende und halten ihren Zinsen auf 0%. Schon Mitte der 90er warnten Währungsexperten, dass dieses Ungleichgewicht (0% in Japan, während der Rest der Welt noch bei 6% war) auf Dauer weltweit zu Turbulenzen auf den Währungsmärkten führen wird.

Aber ist ja sowieso egal die ganze Schuldenmacherei weltweit. Faktisch ist das gesamte Weltfinanzsystem nicht mehr zu retten. Es existiert nur solange weiter, bis die bewusstlosen Menschen aufwachen und sich wehren! Die Wehr sieht irgendwann so aus, dass niemand mehr für dieses System arbeiten geht.

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