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03.10.2013

12:21 Uhr

Staatsanleihen

Rendite für spanische Anleihen auf Drei-Jahres-Tief

Der Optimismus der Investoren für das Schuldenland wächst. Spanien kann sich so günstig verschulden wie seit drei Jahren nicht mehr. Rückenwind gibt es von den Notenbanken. Bundesanleihen stehen unter Druck.

Spanischer Stierkampf: Innehalten vor dem tödlichen Stich. dpa

Spanischer Stierkampf: Innehalten vor dem tödlichen Stich.

MadridDas Euro-Krisenland Spanien hat sich am Markt zu günstigeren Konditionen als zuletzt Kapital beschafft. Bei einer Auktion von Zehnjahresanleihen fiel die Rendite auf den niedrigsten Stand seit September 2010. Wie aus Zahlen der spanischen Notenbank vom Donnerstag hervorgeht, sank sie auf 4,27 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 5. September hatte Spanien noch 4,50 Prozent bieten müssen.

Ein Papier mit einer Laufzeit bis Oktober 2018 wurde ebenfalls günstiger am Markt untergebracht. Die Rendite fiel hier auf 3,13 Prozent, nachdem sie im September noch bei 3,48 Prozent gelegen hatte. Eine Anleihe mit einer Laufzeit bis Januar 2018 wurde mit einer Rendite von 2,80 Prozent platziert.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Neben der politischen Entspannung im Krisenland Italien dürfte vor allem die US-Notenbank für den Rückgang der Renditen verantwortlich sein. Diese hatte Mitte September entschieden, ihre Anleihekäufe unvermindert fortzusetzen. Dies führte auch zu Kursgewinnen an den Anleihemärkten der Eurozone. Das Maximalziel bei den Auktionen am Donnerstag von 3,5 Milliarden Euro wurde leicht übertroffen. Allerdings ging die Nachfrage etwas zurück.

Die Kurse der Bundesanleihen sind am Donnerstag den vierten Tag in Folge gesunken. Abwärtsdruck ging von besser als erwarteten Konjunkturdaten aus dem Euroraum aus. US-Treasuries notierten etwas leichter.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 1,84 Prozent drei Basispunkte höher als am Vortag. Am Terminmarkt fiel der Bund- Future um 45 Basispunkte auf 139,85 Prozent. Die Rendite von zehnjährigen US-Bonds war bei 2,64 Prozent drei Basispunkte höher.

Im Euroraum ist der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im September auf 52,2 gestiegen. Volkswirte hatten nach einer Bloomberg-Umfrage mit einem unveränderten Wert von 52,1 gerechnet. Besser als erwartet fiel auch der Einzelhandelsumsatz im Euroraum aus. Die Verkäufe sind im August gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, erwartet worden war ein Plus von 0,2 Prozent. “Das allgemeine Tendenz leicht stärkerer Daten in Europa lastet heute auf den Bundesanleihen”, sagte Mathias Van Der Jeugt, Stratege für Festverzinsliche bei KBC Bank NV in Brüssel.

Kommentare (1)

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Prof_Dr_Dr_Dr_AfD

03.10.2013, 12:35 Uhr

Rendite für spanische Anleihen auf Drei-Jahres-Tief?

Das KANN nicht sein.

Das DARF nicht sein.

Schließlich ist der Euro doch der Untergang!

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