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21.07.2011

11:23 Uhr

Staatsanleihen

Spanien erringt Achtungserfolg mit neuen Anleihen

VonAndrea Cünnen

Madrid hat bei Investoren 2,6 Milliarden Euro über neue Zinspapiere eingesammelt. Dafür zahlt Spanien nicht ganz so hohe Zinsen wie Anleger im Vorfeld befürchtet hatten.

Spanien ist bei den neuen Anleihezinsen gut weggekommen. Quelle: dpa

Spanien ist bei den neuen Anleihezinsen gut weggekommen.

FrankfurtDie Anleihen mit Laufzeiten von zehn und 15 Jahren wurden zu Renditen von 5,9 und 6,2 Prozent verkauft. Das sind einen halben und 0,2 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Aufstockung dieser Zinspapiere im Mai. Immerhin blieb der effektive Zinssatz für die zehnjährige Anleihe unter der Marke von sechs Prozent, die laut Analysten als erste kritische Schwelle für eine nachhaltige Refinanzierung für diese Laufzeit gilt. Im Zuge der Unsicherheit vor dem heutigen Gipfel der 17 Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder hatten Investoren für zehnjährige Anleihen im Handel zeitweise Renditen von bis zu 6,4 Prozent gefordert.

Bei dem Gipfel geht es darum ein zweites Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland zu schnüren. Das politische Hickhack um eine Beteiligung privater Gläubiger an den neuen Hilfen hatte Investoren zutiefst verunsichert und neben Spanien auch Italien in den Sog der Krise gezogen. In den vergangenen Tagen hatten die hohen Renditen aller Unsicherheit zum Trotz aber dennoch wieder Käufer angelockt, was die Zinsen etwas sinken ließ.

Von Entspannung wollen Experten aber noch nicht reden. Jetzt komme es darauf an, wie sich die aufgestockten spanischen Anleihen im Handel entwickelten, meinten die Strategen von der WestLB. Der Grund dafür ist folgender: Wenn Investoren mit den Papieren weitere Verluste machen, schwindet wohl ihre Bereitschaft auch bei den nächsten Auktionen zuzugreifen. Das Interesse der Investoren ist aber wichtig, weil Spanien nach Berechnungen der niederländischen ING in diesem Jahr noch 34 Milliarden Euro an Anleihen platzieren muss, um auslaufende Zinspapiere zu ersetzen und das Haushaltsdefizit zu finanzieren.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.07.2011, 11:56 Uhr

die EZB als Investor. Man nennt sowas auch Quantitive Easing!

sailing

21.07.2011, 18:43 Uhr

wer kauft denn solche Papiere?
Das Land ist eine einzige Spekulationsblase, vor allem vor dem Hintergrund dass 2011 weitere 34 Mil. Euro benötigt werden........

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