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28.04.2015

20:39 Uhr

Staatsanleihen

Zypern holt sich frisches Geld

Die Europartner und der IWF greifen Zypern mit Finanzhilfen unter die Arme. Doch das Land muss einen großen Teil selbst beisteuern. Siebenjährige Anleihen brachten dem Euro-Staat nun eine Milliarde Euro ein.

Um finanziell nicht noch weiter in die Klemme zu geraten, hat Zypern Papiere mit einer siebenjährigen Laufzeit platziert dpa

Um finanziell nicht noch weiter in die Klemme zu geraten, hat Zypern Papiere mit einer siebenjährigen Laufzeit platziert

NikosiaZypern hat gut zwei Jahre nach dem Hilferuf an die Euro-Partner Papiere mit einer siebenjährigen Laufzeit platziert. Es geht um die Summe von einer Milliarde Euro zu einem Zinssatz von vier Prozent. Dies teilte am Dienstagabend der zyprische Finanzminister Charis Georgiades mit, wie das Staatsradio (RIK) berichtete. Zypern war es im Juni 2014 erstmals gelungen, Papiere mit einer fünfjährigen Laufzeit in Höhe von 750 Millionen Euro zu platzieren.

Das Euro-Land wurde im Frühjahr 2013 nur mit Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Anleger mussten mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen. Die Kunden des größten Geldinstituts, der Bank of Cyprus (BOC), wurden mit 47,5 Prozent ihrer Guthaben von mehr als 100 000 Euro zur Sanierung herangezogen. Die zweitgrößte Bank des Landes, die Laiki Bank, wurde zerschlagen.

Die Europartner und der IWF greifen Zypern mit Finanzhilfen von insgesamt zehn Milliarden Euro unter die Arme. Die Zyprer selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Rolf Heise

29.04.2015, 08:14 Uhr

Jeder normale Käufer einer Staatsanleihe wird diese nicht in Zypern oder Griechenland kaufen. Wer sind also die Europapartner, die hier zugeschlagen haben. Der ESM, Herr Draghi, mit seiner 1,2 - Billionen-Gelddruckmaschine oder gar die Banken, die, wenn es schief geht, wieder vom Steuerzahler gerettet werden? Haben wir als Steuerzahler hier nicht das Recht, genauere Aussagen zu Staatsanleihekäufen über die Medien zu erhalten?

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