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02.02.2011

11:45 Uhr

Staatsanleihenkäufe

US-Notenbank überholt China

China ist nicht mehr größter Gläubiger der USA. Durch ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen hat sich die amerikanische Notenbank zum größten Besitzer von US-Schuldtiteln aufgeschwungen. Und der Abstand dürfte noch deutlich anwachsen.

Zentrale der Federal Reserve: Die US-Notenbank kauft massiv amerikanische Staatsanleihen. Quelle: dpa

Zentrale der Federal Reserve: Die US-Notenbank kauft massiv amerikanische Staatsanleihen.

HB WASHINGTON. Die US-Notenbank Fed hat China einem Zeitungsbericht zufolge im Januar als größten Besitzer von US-Staatsanleihen abgelöst. Durch weitere Käufe von Staatsanleihen habe die Fed ihren Bestand an Bonds und Geldmarktpapieren auf 1108 Milliarden Dollar aufgestockt, berichtete die "FT" am Mittwoch unter Berufung auf Daten der New Yorker Fed. China halte laut jüngsten Daten Papiere im Wert von 896 Milliarden Dollar, Japan im Wert von 877 Milliarden Dollar.

Die US-Notenbank dürfte ihren Vorsprung vor China und Japan in den folgenden Monaten weiter ausbauen, sagte Währungsstratege Richard Gilhooly von TD Securities der Zeitung. "Bis Juni wird die Fed Bonds im Wert von rund 1600 Milliarden Dollar angesammelt haben, womit sie fast so viele Papiere wie China und Japan zusammen halten würde."

Die Fed hatte im November angekündigt, bis Mitte 2011 weitere Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 600 Milliarden Dollar aufzukaufen. Durch diese Geldspritze will die Notenbank der schwächelnden US-Wirtschaft auf die Beine helfen.

Kommentare (3)

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Xavi

02.02.2011, 13:54 Uhr

Wieso sagt niemand den USA, dass sie pleite sind?

Ondoron

02.02.2011, 15:10 Uhr

Wenn man durch Gelddrucken Wohlstand erzeugen könnte, dann wäre Simbabwe unter Robert Mugabe das reichste Land der Welt.
Gut USA, weiter so! Die Quittung kommt! Lest mal genau nach, wie es in der Weimarer Republik zur Hyperinflation kam und seht die Parallelen.

Roman Kurevic

04.02.2011, 14:22 Uhr

Es ist schon interessant: die Amerikaner leihen sich selber Geld und die Finanzmärkte beklatschen es munter weiter. Dieses iN SiCH Geschäft ist scheinbar für Staaten legal. Jeder andere müsste dafür ins Gefängnis. Auch die Kommentare sind immer die gleichen: "JETZT müssen wir mehr ausgeben, aber langfristig müssen wir sparen!" Jeder der diese Worthülsen glaubt, soll sich bitte später nicht beschweren.

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