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01.08.2012

20:42 Uhr

Standard and Poor's

Spanien behält dank Reformen sein Rating

Die Ratingagentur Standard and Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens nicht verändert. Grund dafür ist das Sparprogramm der Regierung. Allerdings bleibt der Ausblick negativ und weitere Herabstufungen sind möglich.

Standard and Poor's sieht weiterhin große Risiken in Spanien. dpa

Standard and Poor's sieht weiterhin große Risiken in Spanien.

FrankfurtDie Ratingagentur Standard and Poor's (S&P) hat die Kreditbewertung von Spanien dank der Verpflichtung des Landes zu Reformen vorerst unverändert belassen. Die Bewertung des Eurolandes bleibe weiter bei „BBB+“ und damit nach wie vor drei Stufen über Ramsch-Niveau, teilte S&P am Mittwoch mit.

Die Agentur sieht jedoch weiter große Risiken. Der Ausblick für das Rating des Euro-Krisenlandes bleibe daher „negativ“. Damit ist in den kommenden Monaten eine Herabstufung des Ratings möglich.

Als Begründung für die Bestätigung des Ratings nannte die Agentur die Verpflichtung der Regierung in Madrid zu umfassenden Fiskal- und Strukturreformen. S&P verweist zudem auf die verbesserte Exportentwicklung.

Gefährdet werde das Spanien-Rating jedoch durch die hohe Auslandsverschuldung und die immer noch mangelhafte Flexibilität der Wirtschaft. Dies gelte auch für den Arbeitsmarkt. Die derzeitige Nachfrageschwäche gefährde die Haushaltsziele für das laufende Jahr. Spanien strebt ein Haushaltsdefizit von 6,3 (Vorjahr 8,9) Prozent des Bruttoinlandsprodukts an.

Zudem wertet die Agentur die Verzögerungen auf der politischen Ebene der Eurozone bei der Lösung der Schuldenkrise als Risiko. S&P geht aber davon aus, dass Spanien weiter durch die Eurozone unterstützt wird. Dies könnte dazu beitragen, dass das Vertrauen in den spanischen Finanzsektor wieder gestärkt werde und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung geschaffen werden.

Von

dpa

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