Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.03.2017

18:01 Uhr

Standard & Poor's

Gericht spricht Ratingagentur und Mitarbeiter frei

Ein Gericht hat die Ratingagentur Standard & Poor's sowie fünf ihrer früheren und aktuellen Manager vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen. Ein ähnlicher Fall gegen den Rivalen Moody's wurde 2012 eingestellt.

Der Vorwurf der Ermittler: Während der Staatsschuldenkrise soll die Ratingagentur mit Studien zu Italiens Kreditwürdigkeit und dem Bankensystem für starke Verluste an der Mailänder Börse gesorgt haben. dpa

Standard & Poor's

Der Vorwurf der Ermittler: Während der Staatsschuldenkrise soll die Ratingagentur mit Studien zu Italiens Kreditwürdigkeit und dem Bankensystem für starke Verluste an der Mailänder Börse gesorgt haben.

TraniEin italienisches Gericht hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sowie fünf ihrer früheren und aktuellen Manager vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen. Das verkündete Richterin Giulia Pavese am Donnerstag in einem Gericht im süditalienischen Trani. Staatsanwalt Michele Ruggero hatte Haftstrafen zwischen zwei und drei Jahren sowie Geldbußen von bis zu 500.000 für die Mitarbeiter und 4,6 Millionen Euro für die Ratingagentur gefordert. „Wir haben alles getan, was wir konnten“, sagte Ruggero. Man werde die schriftliche Urteilsbegründung lesen und danach entscheiden, ob Berufung eingelegt werde.

Die Ermittler warfen der Ratingagentur vor, während der Staatsschuldenkrise mit Studien zu Italiens Kreditwürdigkeit und dem Bankensystem des Landes für starke Verluste an der Mailänder Börse verantwortlich zu sein. S&P wies die Anschuldigungen zurück. Es gebe keinerlei Beweise. Anhörungen hätten immer wieder ergeben, dass die Analysen des Hauses im Einklang mit denen der Bank von Italien und internationalen Organisationen gestanden hätten. Ein ähnlicher Fall gegen den S&P-Rivalen Moody's wurde 2012 eingestellt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×