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06.11.2012

09:22 Uhr

Starinvestor

Buffett entdeckt das Partyleben

Der US-Starinvestor macht mit einem Deal von sich reden. Buffett investiert eine halbe Milliarde in einen Partyausstatter. Die Scherzartikelfirma produziert leuchtend grünen Schleim. Was hinter der Investition steckt.

Sinn für Humor: Warren Buffet bei Tischtennis-Spiel gegen Olympia-Teilnehmer Ariel Hsing. dapd

Sinn für Humor: Warren Buffet bei Tischtennis-Spiel gegen Olympia-Teilnehmer Ariel Hsing.

OmahaBei der Auswahl seiner Beteiligungen beweist Starinvestor Warren Buffett einen Sinn für Humor. Buffet investiert jetzt in Schleim, der in der Dunkelheit leuchtet. Das Spielzeug ist eines der Produkte von Oriental Trading, einem Spezialisten für Party- und Handwerksausstattung mit Sitz in der Buffett-Heimatstadt Omaha im Bundesstaat Nebraska.

Seine Investmentholding Berkshire Hathaway zahlt rund 500 Millionen Dollar, wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr. KKR, die Beteiligungsgesellschaft von Henry Kravis und George Roberts, ist derzeit noch der größte Anteilseigner von Oriental Trading. Eigentlich wollte Buffett ausdrücklich keine Firmen übernehmen, die sich im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befinden. Nun soll die Transaktion soll noch in diesem Monat abgeschlossen werden, wie Berkshire mitteilte. Details wurden nicht genannt.

Erst im vergangenen Jahr beendete Oriental Trading ein Konkursverfahren. Das Unternehmen gehört Investoren, die zuvor vorrangige Anleihen hielten. Das Konkursverfahren war 2010 eröffnet worden, als Einzelhändler unter dem Konjunkturabschwung und einem schwachen Verbrauchervertrauen litten.

KKR ist derzeit noch der größte Anteilseigner von Oriental Trading. Ihr gehören rund ein Drittel des Unternehmens. Der Anteil wird über die Vermögensverwaltungssparte gehalten, wie eine Sprecherin von KKR erklärte. KKR war einer der Gläubiger von Oriental Trading und tauschte die Verbindlichkeiten in Aktie an dem Unternehmen um.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Interessant an der Transaktion: Buffett erklärte noch vor zwei Jahren, dass er Übernahmen von Firmen vermeiden möchte, die sich im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befinden. Sie würden ohnehin auf “Ausstiegsstrategien” setzen. Buffett versucht in aller Regel, nach einem Zukauf das alte Management zu halten. Die alten hätten laut Buffet eine Leidenschaft für das Unternehmen und kennen es auf dem Effeff. “Wir haben eher eine Einstiegsstrategie”, erklärte Buffett im Jahr 2010 im Rahmen einer Konferenz in San Francisco.

Kommentare (1)

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06.11.2012, 17:28 Uhr

ich habe den Eindruck, beim Handelsblatt gilt seit ca. 1 Woche: "und täglich grüßt das Buffetier"

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