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03.01.2007

13:56 Uhr

Starke Position beim Abwehrkampf

Londoner Börse mit IPO-Rekord

Im vergangenen Jahr haben Unternehmen mit Aktienplatzierungen an der Londoner Börse (LSE) fast 28 Mrd. Pfund eingesammelt – so viel wie noch nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von rund 70 Prozent. Die hohe Attraktivität des Finanzplatzes London stärkt die Briten beim Abwehrkampf gegen die Nasdaq.

mm LONDON. Verantwortlich für den Boom sind vor allem internationale Börsengänge. Insgesamt verzeichnete die LSE im vergangenen Jahr 99 Neuzugänge aus dem Ausland, die Aktien im Wert von insgesamt 10,3 Mrd. Pfund an den Markt brachten. Der größte internationale Börsengang war der 3,6 Mrd. Pfund schwere IPO des russischen Ölkonzerns Rosneft.

Die Attraktivität des Finanzplatzes London für ausländische Börsenkandidaten ist eines der Hauptargumente von LSE-Chefin Clara Furse in ihrem Abwehrkampf gegen das feindliche Übernahmeangebot des amerikanischen Konkurrenten Nasdaq. Die US-Technologiebörse Nasdaq bietet derzeit rund 2,7 Mrd. Pfund für den britischen Konkurrenten. LSE–Chefin Furse und ihr Management-Team haben die feindliche Offerte bereits im Dezember als „deutlich zu niedrig“ zurückgewiesen.

Furse will die Aktionäre davon überzeugen, dass die LSE als eigenständiges Unternehmen bessere Wachstumschancen hat als unter dem Dach der Nasdaq. Die Amerikaner stehen dabei unter wachsendem Wettbewerbsdruck – der US-Rivale New York Stock Exchange (Nyse) vollendet gerade die Fusion mit der europäischen Mehrländerbörse Euronext. Die Aktionäre der LSE können das Angebot der Nasdaq in Höhe von 12,43 Pfund je Aktie bis zum 26. Januar annehmen. Sollte der Zusammenschluss trotz des Widerstands des LSE-Managements zustande kommen, entstünde die größte Börse der Welt.

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