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27.01.2004

13:00 Uhr

Börse + Märkte

Steigende Chip-Preise beflügeln Infineon-Kurs

Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon haben sich am Dienstag nach Händlereinschätzung angetrieben von steigenden Speicherchip-Preisen an die Spitze der Dax-Gewinnerliste gesetzt. Außerdem profitierten die Titel von einem optimistischen Geschäftsausblick des Konkurrenten Texas Instruments (TI) und einem sich wieder erholenden Dollar, sagten Börsianer.

HB FRANKFURT. Die Infineon-Papiere gewannen 3,12 Prozent auf 11,88 Euro hinzu, während der Deutsche Aktieindex rund ein Prozent auf 4 169 Punkte zulegte. „Der Infineon-Kurs ist sehr stark abhängig von den Preisen für Speicherchips und dem Dollar. Im Moment profitiert die Infineon-Aktie von den zuletzt gestiegenen DRAM-Preisen und einem wieder etwas gestiegenen Dollar“, sagte Axel Funhoff, Analyst bei Bear Stearns in London. Da Infineon seine Produktion weitgehend in Euro finanziere, aber größtenteils in Dollar verkaufe, habe das jüngste Rekordtief des Dollars Infineons aktuelle Ergebnislage beeinträchtigt, erläuterte er. DRAM-Speicherbausteine sind derzeit stark nachgefragte Mikrochips, die unter anderem in Personalcomputern als Datenspeicher verwendet werden.

Der Euro hatte seinen seit Monaten anhaltenden Höhenflug zum Dollar am 12. Januar mit dem Rekordstand von knapp 1,29 Dollar zumindest vorläufig beendet und notierte am Dienstagmittag bei rund 1,25 Dollar.

Die Analysten von Citigroup Smith Barney empfahlen die Infineon-Aktien nicht mehr zu verkaufen, sondern zu halten. Sie begründeten dies mit vermehrten Anzeichen für eine Stabilisierung der DRAM-Preise und erhöhten zudem das Kursziel auf 13,50 Euro von zehn Euro.

Händler verwiesen zur Erklärung der Kursbewegung bei Infineon außerdem auf den optimistischen Ausblick des weltgrößten Handychip-Herstellers Texas Instruments (TI). TI hatte auf Grund der steigenden Nachfrage für das laufende Quartal seine Umsatzprognose angehoben. Zudem war der US-Konzern im vierten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt.

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