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05.01.2010

09:04 Uhr

Strategiewechsel

Anlageriese Pimco trennt sich von US-Staatsanleihen

Die amerikanische Allianztochter setzt dieses Jahr verstärkt auf Anleihen und Währungen aus Schwellenländern. Grund für die Umschichtung ist laut Pimco ein gestiegenes Risiko bei amerikanischen Staatsanleihen. Anlegern prophezeien die Experten des Unternehmens schwere Zeiten.

Pimco hat amerikanische Staatsanleihen aus seinem Portfolio gestrichen. dpa

Pimco hat amerikanische Staatsanleihen aus seinem Portfolio gestrichen.

NEWPORT BEACH. Die Anleihefondsgesellschaft Pimco senkt den Anteil amerikanischer und britischer Staatsanleihen in ihren Portfolios. Hintergrund ist die rekordhohe Verschuldung beider Länder.

Unternehmens- und Hypothekenanleihen beurteilt die Pimco in ihrem Ausblick 2010 "vorsichtiger" als bisher. Auch inflationsgeschützte Anleihen werden untergewichtet, wie aus einem aktuellen Bericht der Allianztochter hervorgeht. Der Autor des Berichts ist Paul McCulley, Mitglied des Investmentausschusses bei Pimco. "Aus alldem ergibt sich, dass wir in unseren Portfolios keine gewagten Positionen einnehmen", schrieb McCulley. "Wir entscheiden uns sehr bewusst dazu, nur geringe Risiken einzugehen."

Die Vermögensverwalter von Pimco bevorzugen 2010 Staats- und Unternehmensanleihen sowie Währungen von Schwellenländern. Für Anleihen aus Ländern der Eurozone ist Pimco "verhalten optimistisch". Die Senkung der inflationsgeschützten Anleihen begründet McCulley mit der Einschätzung, dass sich die Teuerung dieses Jahr voraussichtlich verlangsamen wird.

Die Renditen britischer und amerikanischer Staatsanleihen werden in diesem Jahr nach Bloomberg-Umfragen unter Volkswirten anziehen. Die Renditen entwickeln sich gegenläufig zu den Anleihekursen. 2009 gaben die Kurse amerikanischer Staatsanleihen um 3,7 Prozent nach, wie von der Bank-of-America- Sparte Merrill Lynch erstellte Indizes zeigen. Britische Staatsanleihen verbilligten sich im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent.

Bis zum Jahresende werden die Renditen zehnjähriger US-Treasuries nach einer Bloomberg-Umfrage auf 3,97 Prozent steigen. Aktuell liegen sie bei 3,9 Prozent. Aus einer anderen Umfrage ergibt sich, dass die Rendite britischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren von derzeit 4,01 Prozent auf 4,31 Prozent klettern dürfte.

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