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30.10.2013

10:25 Uhr

Strenge Regeln

Londoner Banker müssen Nachtschichten schieben

Ein neues Gesetz soll die Finanzmärkte regulieren und die Verbraucher schützen. Doch Händler beschweren sich - für sie bedeuten die neuen Vorschriften zusätzliche Arbeit. Wie Citi-Banker zu Nachteulen werden.

Die britische Hauptstadt bei Nacht: Wegen strengerer Regeln bat die Citygroup ihre Mitarbeiter, länger zu bleiben. dpa

Die britische Hauptstadt bei Nacht: Wegen strengerer Regeln bat die Citygroup ihre Mitarbeiter, länger zu bleiben.

New YorkEigentlich sind Geschäftsabschlüsse nach fünf Uhr abends bei der Londoner Citygroup Sache der New Yorker Kollegen - doch neuerdings müssen auch die Banker in London länger arbeiten. Mindestens zwei Mitarbeiter blieben zuletzt bis nach neun Uhr abends im Büro, klagt Alex Jackson, Leiter für Investor Sales, Foreign Exchange und Local Markets bei der Citygroup in London. Von der britischen Hauptstadt aus sollten sie Geschäfte mit Kunden tätigen, die ihre US-amerikanischen Kollegen nicht mehr abschließen dürfen.

Die neuen Nachtschichten sollen dem Dodd-Frank-Gesetz geschuldet sein. Das 2010 verabschiedete Gesetz soll das amerikanische Finanzsystem transparenter machen und Exzesse wie die der Finanzkrise in Zukunft verhindern.

Für die Banker bedeutet das mehr Bürokratie: Alex Jackson zufolge verbieten die neuen Vorschriften, US-Mitarbeitern den Handel mit Gegenparteien, die den Regeln der International Swaps & Derivatives Association (ISDA) nicht zugestimmt haben.

Was seit der Lehman-Pleite aus 100.000 Euro wurde

US-Dollar

93.951 Euro

Sparbuch

103.100 Euro

Tagesgeld

107.600 Euro

Zehnjährige US-Staatsanleihe

125.607 Euro

Bondindex Rex

128.958 Euro

Rohöl (Brent)

130.859 Euro

Zehnjährige Bundesanleihe

131.206 Euro

Dax

142.031 Euro

Nikkei-225

147.685 Euro

Dow Jones

173.651 Euro

Gold

180.185 Euro

FTSE China

181.333 Euro

MDax

193.279 Euro

Silber

214.136 Euro

Quelle

Thomson Reuters, FMH; Startdatum: 15. September 2008; in Euro gerechnet. Enddatum: 15. September 2013

Befinde sich der Händler physisch in den USA heißt das: Kein Handel. Von den Regelungen betroffen seien zum Beispiel europäische Vermögensverwalter und brasilianische Hedgefonds. Um den Kunden ein Handelssystem rund um die Uhr zu bieten, teilen Devisenhändler normalerweise Online-Chats mit Sofortnachrichten zwischen Mitarbeitern in Asien, London und den USA auf.

Am Ende eines Arbeitstages geben sie dann die Kontakte an das Team auf dem jeweiligen Kontinent weiter. Auch die Telefonleitungen werden umgeleitet, so dass die Kollegen aus New York ab 17 Uhr britischer Zeit von London übernehmen.

Kommentare (4)

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ExMiniBankster

30.10.2013, 11:10 Uhr

Warum machen die das dann? Doch nur wegen dem hohen Boni, von denen geht doch keiner unter 100.000 Euro Jahresgehalt nach Hause.
Kein Mitleid mit denen!

P17

30.10.2013, 11:43 Uhr

@women

Wenn man keine Ahnung und ansonsten nur den Horizont einer Kaffeetasse hat,sollte man besser schweigen.

FU.P17

30.10.2013, 12:48 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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