Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2011

15:04 Uhr

S&P verbessert Rating

HeidelbergCement kommt seinem Wunschziel näher

HeidelbergCement kommt seiner Wunscheinstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ein Stück näher. Dafür muss der Baustoffkonzern allerdings noch ein gutes Stück seines Schuldenbergs abbauen.

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement ist mit der Hochstufung durch S&P seinem Ziel einen Schritt näher gekommen. Quelle: dpa

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement ist mit der Hochstufung durch S&P seinem Ziel einen Schritt näher gekommen.

FrankfurtDer drittgrößte Baustoffkonzern der Welt baue konsequent seine Schulden ab und werde daher auf „BB“ von „BB-“ hochgestuft, teilte S&P am Freitag mit. Wenn der Kurs beibehalten werde, könne HeidelbergCement auch noch weiter hochgestuft werden - der Ausblick für die Kreditwürdigkeit sei deshalb „positiv“. Der Verkauf von Randgeschäften könne ebenfalls zu einem verbesserten Rating führen. Vorstandschef Bernd Scheifele hat sich ein Investment-Grade-Rating zum Ziel gesetzt, um die Refinanzierung zu verbilligen. Dazu ist er nur noch zwei Stufen entfernt.

HeidelbergCement hatte mit der Übernahme der britischen Hanson einen Schuldenberg von mehr als 14 Milliarden Euro angehäuft, der seither mühsam abgetragen wird. Ende 2010 war der Heidelberger Konzern noch mit 8,1 Milliarden Euro verschuldet, 2011 sollen es 500 Millionen Euro weniger werden. Ziel ist, die Schulden mittelfristig auf weniger als das 2,8-fache (2010: 3,6) des operativen Gewinns zu senken, um die Bedingungen für eine Investment-Grade-Einstufung einzuhalten.

Das Jahr 2010 schloss HeidelbergCement mit einem Gewinnsprung ab. Das Nettoergebnis stieg auf 511 Millionen Euro. Im Krisenjahr 2009 hatten die Heidelberger einen Überschuss von 168 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz zog um 5,8 Prozent auf 11,76 Milliarden Euro an. Ende 2010 zählte das Unternehmen weltweit 53.437 Mitarbeiter.

Von einem anhaltend starken Wachstum geht HeidelbergCement in Asien aus - vor allem in China, Indonesien und Indien. Das Unternehmen hat zwar kein Geschäft in Japan, könnte aber mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben seine Absatzchancen verbessern. Unternehmenschef Scheifele rechnet damit, dass Japan aufgrund des eigenen Bedarfs an Baustoffen im kommenden Jahr von einem Zement-Exporteur zu einem Importeur wird.

Nebenbei will die Dax-Gesellschaft den Verkauf von Randgeschäften vorantreiben. So steht schon seit längerem das Ziegelgeschäft mit einem Umsatzvolumen von rund 500 Millionen Euro zum Verkauf. Es gebe mehrere Interessenten aus der Industrie. Interesse wird dem österreichischen Konkurrenten Wienerberger, aber auch der australischen Boral nachgesagt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×