Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.04.2014

10:40 Uhr

Technologie-Aktien

Einhorn warnt vor zweiter Dotcom-Blase

Facebook und Twitter sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Investoren scheinen von den Technologie-Stars aber nicht überzeugt zu sein. Nun wettet Hedgefonds-Koryphäe David Einhorn gegen mehrere Tech-Aktien.

IT-Dienste wie Twitter, Facebook, Whatsapp oder Snapchat haben Millionen von Nutzern. Doch die Geschäftsmodelle der Unternehmen sind vielen Investoren zu luftig. Sie wetten gegen die IT-Stars. dpa

IT-Dienste wie Twitter, Facebook, Whatsapp oder Snapchat haben Millionen von Nutzern. Doch die Geschäftsmodelle der Unternehmen sind vielen Investoren zu luftig. Sie wetten gegen die IT-Stars.

New YorkAls im Herbst vergangenen Jahres Twitter an die Börse ging, fürchteten bereits die ersten Investoren, der Hype um die neuen IT-Unternehmen könnte auf brüchigem Boden stehen. Nun wettert Hedgefonds-Manager David Einhorn gegen den Techno-Hype.

Einhorn wettet mit seiner 10,3 Milliarden Dollar schweren Firma Greenlight Capital gegen eine Reihe von Technologieaktien, bei denen es zunehmend Hinweise auf eine Preisblase gebe. Die Namen der Unternehmen, gegen die Greenlight wettet, wurden in dem Brief nicht genannt. Auch der Sprecher des Unternehmens wollte keine Stellung beziehen.

„Es gibt einen klaren Konsens, dass wir die zweite Tech- Blase innerhalb von 15 Jahren erleben”, erklärte die in New York ansässige Hedgefonds-Firma am Dienstag in einem Brief an die Investoren. „Die gegenwärtige Blase ist ein Echo der vorigen Tech-Blase, mit weniger großkapitalisierten Aktien und weniger öffentlichem Enthusiasmus.”

Die heißen Smartphone-Dienste

Snapchat

Mit der Snapchat-App können Nutzer Textnachrichten, Fotos und Videos verschicken, die sich nach einem kurzen Zeitraum selbst löschen. Gerade unter Jugendlichen ist die Anwendung beliebt – vermutlich nicht selten für Anzüglichkeiten. Die Gründer lehnten mehrere milliardenschwere Übernahmeangebote ab, auch Facebook ließen sie abblitzen.

Instagram

Ein Produkt des Smartphone-Zeitalters ist der Foto-Dienst Instagram: Er war von vornherein nur für mobile Geräte ausgelegt. Nutzer können Fotos und Videos aufnehmen, mit Filtern aufpeppen und hochladen. Das Prinzip von Instagram erinnert an Twitter, nur dass es hier ausschließlich um Bilder geht. Facebook übernahm den Dienst 2012 für umgerechnet eine Milliarde Dollar.

Pinterest

Beim Fotodienst Pinterest sammeln die Nutzer Bilder von verschiedenen Websites in digitalen Notizbüchern – meistens mit dem Smartphone. Die Entwicklung von Pinterest wird von Urheberrechtssorgen begleitet: Die öffentlichen Sammlungen könnten nach Ansicht einiger Experten als Urheberrechtsverletzung ausgelegt werden. Das Unternehmen hat inzwischen eine Milliardenbewertung.

Whatsapp

In immer mehr Ländern wird Whatsapp zum SMS-Ersatz. Der Dienst erlaubt es, Kurznachrichten, Bilder und Videos über Internet zu verschicken. Die App läuft auf sämtlichen Betriebssystemen. Trotz etlicher Sicherheitspannen gehört Whatsapp zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen, sie hat nach Unternehmensangaben 500 Millionen Nutzer. Facebook hat das Start-up für 22 Milliarden Dollar übernommen.

Line

Ähnliche wie Whatsapp funktioniert Line, eine App mit asiatischem Ursprung. Sie bietet Instant Messaging für Smartphone und PC. Nutzer können nicht nur Textnachrichten, Fotos und Videos tauschen, sondern auch Telefonate führen. Eine Besonderheit sind virtuelle Sticker, die man in einem Shop kaufen kann.

Vine

Mit dem Dienst Vine können Nutzer bei Twitter sechs Sekunden kurze Videoschnappschüsse hochladen, die in einer Endlosschleife laufen. Der Zwitscherdienst übernahm das Start-up nur wenige Monate nach dessen Gründung im Sommer 2012. Vine hat nach Angaben vom Sommer 40 Millionen Nutzer.

Periscope

Videoübertragungen in Echtzeit ermöglicht der Dienst Periscope, der zu Twitter gehört. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten: App öffnen, „Broadcast“ klicken – schon beginnt der Live-Stream. Ein konkurrierendes Angebot ist Meerkat.

Tumblr

Twitter ist kurzatmige Internet-Kommunikation, Blogs lassen sich mehr Zeit. Irgendwo dazwischen befindet sich Tumblr, ein 2007 gegründeter Web-Dienst für das unkomplizierte Veröffentlichen im Netz. Ähnlich wie bei Twitter kann man bei Tumblr anderen Nutzern folgen und sieht dann deren Beiträge im sogenannten Dashboard, einer Übersichtsseite. 2013 übernahm Yahoo das Start-up für 1,1 Milliarden Dollar.

An der wichtigsten Börse für Technologiewerte, der Nasdaq, macht sich bereits Ernüchterung breit. Der Nasdaq Composite ist um 4,5 Prozent gesunken, seit der Technologie-Index am 5. März den höchsten Stand seit fast 14 Jahren erreicht hatte. Der Rückgang wurde von Aktien mit den höchsten Kursgewinnen im vergangenen Jahr angeführt.

Greenlight Capital geht davon aus, dass sich die Technologie-Blase bereits weit entwickelt habe. Als Beleg dafür sieht die Hedgefonds-Firma Börsengänge von Technologie-Unternehmen, die „kaum mehr als die richtigen Schlagworte benutzt und das richtige Risikokapital angezogen haben”.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

23.04.2014, 10:56 Uhr

Der Mann heisst David Einhorn, nicht Greenhorn. LG,

Account gelöscht!

23.04.2014, 11:56 Uhr

Ehrlich: Selten einen Artikel mit so vielen Rechctschreibfehlern gelesen. Lest Ihr das Zeug nicht, bevor es online geht?

Account gelöscht!

23.04.2014, 13:20 Uhr

...kann meinem vorschreiber nur beipflichten und möchte noch einen draufsetzten. Die rechtschreibfehler sind eins, aber die qualität nimmt ausserdem noch täglich ab. Die Artikel sind teilweise nur noch grottig...was war das für eine schöne Zeit, als die ftd noch für Wettbewerb und qualität gesorgt hat...eine schabde

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×