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18.01.2005

18:10 Uhr

Techwerte unter Druck

Dax beendet Handel leicht im Plus

Ein kräftiger Ölpreis-Anstieg hat am Dienstag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt und die Kursgewinne ziemlich kleingehalten.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verbuchte am Abend ein leichtes Plus von 0,1 Prozent auf 4 250 Punkte. „Der hohe Ölpreis bremst uns aus“, sagte Stephan Linz, Händler bei der BW Bank. „Wichtig ist, dass die Marke von 4 250 Stellen gehalten hat“, sagte ein anderer Händler. Der Markt warte nun mit Spannung auf die Quartalsberichte diverser US-Technologiekonzerne wie IBM und Motorola, die für diesen Abend erwartet wurden.

Das kalte Wetter in Teilen der USA trieb den Ölpreis deutlich in die Höhe. In Chicago herrschten zuletzt Tiefsttemperaturen von minus 17 Grad Celsius. Der Terminkontrakt auf leichtes US-Öl stieg am Morgen wieder in Richtung von 50 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter). Am Abend kostete das Barrel noch 48,60 Dollar.

Das Schlusslicht im Dax bildeten mit einem Abschlag von 1,7 Prozent auf 7,37 Euro die Aktien des Chipproduzenten Infineon. Im Technologieindex TecDax büßten die Epcos-Papiere rund 4,2 Prozent auf 9,82 Euro ein. Beide Firmen hatten die Märkte in der vergangenen Woche mit Gewinnwarnungen überrascht. „Das sind zum Teil immer noch Nachwehen. Außerdem fragen sich die Anleger wohl: Wo sollen in der nächsten Zeit positive Nachrichten zu diesen Werten herkommen?“, sagte ein Händler.

Größter Dax-Gewinner waren die Aktien von Volkswagen, die Händlern zufolge von einer Kaufempfehlung der Analysten von Smith Barney profitierten und 0,9 Prozent auf 35,57 Euro zulegten. Titel von Conti verteuerten sich um 1,4 Prozent, nachdem der Autozulieferer einen Streit in seinem Reifenwerk in Mexiko beigelegt hatte.

Am Tag der Präsentation des neuen Airbus-Superjumbos A380 fielen die Papiere der Konzernmutter EADS im Nebenwerteindex MDax um knapp drei Prozent auf 23,24 Euro. „Die Aktien fallen, nachdem sie im Vorfeld der Vorstellung deutlich gestiegen sind“, sagte ein Händler.

Auf der Gewinnerseite im MDax lag mit einem Plus von 3,55 Prozent der Immobilienkonzern IVG. Analysten verwiesen auf die voranschreitenden Pläne der Bundesregierung zur Einführung von börsennotierten Immobilienanlagen (REITs), wodurch Auslandsanleger in den deutschen Markt gelockt werden könnten.

Im TecDax büßten AT&S 5,5 Prozent an Wert ein, nachdem die Investmentbank JP Morgan die Papiere auf „Neutral“ von „Overweight“ zurückgestuft hatte

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