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11.01.2006

08:22 Uhr

Tokio

Technologiewerte stützen Nikkei

Nach einer uneinheitlichen Tendenz zu Beginn des Handels hat die Börse in Tokio am Mittwoch stetig zugelegt und nach einem Schlusspurt fast vollständig die Verluste des Vortages wieder wettgemacht. Vor allem Technologiewerte sorgten für die Kurswende im Handelsverlauf.

HB TOKIO. Insgesamt haben die asiatischen Aktienbörsen uneinheitlich tendiert. In Tokio drehte der Standardindex Nikkei im Handelsverlauf aus der Verlustzone deutlich ins Plus. Hongkong und Taiwan verzeichneten ebenfalls überwiegend steigende Kurse, während die führenden Börsenindizes in Singapur und Seoul im Minus lagen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte in Tokio schloss 1,48 Prozent im Plus bei 16.364 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,81 Prozent auf 1672 Zähler. In Hongkong lang der Hang-Seng-Index 0,8 Prozent im Plus bei 15.694 Punkten. Der Seouler Kospi-Index schloss 0,16 Prozent im Minus bei 1394 Punkten.

In Tokio sorgten vor allem Technologiewerte für die Kurswende im Handelsverlauf, nachdem der Chipausrüster Tokyo Electron Ltd einen unerwartet hohen Auftragseingang vermeldet hatte. Als weiterer Grund für die Käufe wurde die psychologischen Unterstützung von 16 000 Punkten genannt, die trotz zwischenzeitlicher kleinerer Indexverluste gehalten habe. Gleichwohl dürfte der Markt zunächst nach oben gedeckelt sein, zumal sich schnell wieder die Meinung durchsetzen dürfte, dass der Nikkei kurzfristig vor einer Korrektur steht.

Für Rückenwind hätten außerdem die anhaltende Stärke der US-Aktien sowie ein optimistischer Ausblick für die japanische Konjunktur und die Unternehmensgewinne gesorgt, hieß es. Etwas erholt zeigten sich Immobilien- und Bankenaktien. Ob die Technologiepapiere auch weiter als Stütze dienen könnten entscheide sich unterdessen auch mit der Bekanntgabe der Intel-Quartalszahlen am 17. Januar. Eher abgegeben worden seien dagegen Papiere aus den Sektoren Einzelhandel und Versicherungen.

Tokyo Electron gewannen vor dem Hintergrund besserer Auftragseingänge und sich verbessernder Ausblicke von US-Technologieunternehmen 5,4% auf 8.240 JPY. Advantest rückten um 2,8% vor auf 13.160 JPY. Die bei Privatanlegern stark beachteten Softbank und Fast Retailing verteuerten sich um 5,7% auf 4.420 JPY bzw um 6,8% auf 11.170 JPY, nachdem sie zuletzt unter Druck gestanden hatten und beispielsweise Softbank über 16% an Wert verloren hatten.

Fast Retailing profitierten dabei von guten Umsatzzahlen einer Tochter und vor dem Hintergrund eines ungewöhnlich kalten Winters. Sony markierten ein neues Jahreshoch und gingen 4,2% fester mit 5000 JPY aus dem Tag. Die Aktei sei weiter von der Hoffnung auf gute Absätze mit Flachbildschirmen getrieben worden, hieß es.

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