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31.12.2012

18:13 Uhr

Trotz Schuldenkrise

Europäische Börsen mit positivem Jahresausklang

Im vergangenen Jahr legte der Index für die wichtigsten europäischen Aktien zweistellig zu. Herausragend war aber der Anstieg am deutschen Aktienmarkt - der Dax stach mit einem Plus von fast 30 Prozent alle anderen aus.

Börse London: Zum Jahresende gehen die Kurse leicht zurück. dpa

Börse London: Zum Jahresende gehen die Kurse leicht zurück.

Paris/LondonIn Europa ist der letzte Handelstag 2012 an den Börsen trotz Euro-Schuldenkrise mit leichten Gewinnen zu Ende gegangen. Vor allem die Sorgen um die US-Haushaltsdebatte verhinderten am Montag größere Aufschläge. Der EuroStoxx 50, in dem die bedeutendsten europäischen Aktien aufgelistet sind, schloss nach einem verkürzten Handel bei einem Stand von 2635,91 Punkten um 0,34 Prozent höher. Seine Jahresbilanz beträgt damit annähernd plus 14 Prozent. Bereits am Freitag hatte der Deutsche Aktienindex mit einem fulminanten Jahresanstieg von 29,06 Prozent den Handel beendet - der Dax feierte das größte Plus seit 2003.

An einigen europäischen Börsen wurde auch am Montag noch gehandelt. In Paris schloss der Cac 40 um 0,58 Prozent höher bei 3641,07 Punkten. An der Londoner Börse verabschiedete sich der FTSE 100 dagegen mit einem Minus von 0,47 Prozent bei 5897,81 Punkten aus dem verkürzten Handel. Zur insgesamt freundlichen Stimmung an den europäischen Börsen trug ein positiver konjunktureller Lichtblick aus China bei. Dort fiel der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Dezember besser aus als von Analysten erwartet aus. So gab es einen Puffer gegen größere Kursverluste.

Getrieben von Hoffnungen auf ein Umschiffen der Fiskalklippe starteten die wichtigsten US-Aktienindizes am Montag leicht positiv in den Handel. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,09 Prozent auf 12 950,34 Punkte zu. Der S&P-500-Index gewann 0,35 Prozent auf 1407,36 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,67 Prozent auf 2980,04 Punkte.

Nachdem sich in den USA Demokraten und Republikaner am Montag bis zum Abend noch nicht im Haushaltsstreit einigen konnten, war die Stimmung an den Märkten am letzten Handelstag eher mau, wie Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets befand. Daran ändere auch die aufgehellte Stimmung unter den chinesischen Einkaufsmanagern nichts.

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Im europäischen Leitindex sorgte an diesem letzten Handelstag noch der spanische Versorger Iberdrola für etwas Gesprächsstoff. So trennt sich der Konzern einerseits von seiner französischen Tochter für erneuerbare Energien. Für 350 Millionen Euro verkaufen die Spanier die Aktivitäten an eine Käufergruppe um dem US-Konzern General Electric (GE). Weitere 50 Millionen Euro fließen an Iberdrola, sollten bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Darüber hinaus war bereits am Wochenende bekannt geworden, dass die bolivianische Regierung vier Unternehmen von Iberdrola verstaatlicht hat. Nach einem schwachen Start drehten die Papiere im weiteren Verlauf ins Plus und gingen am Ende um knapp anderthalb Prozent höher aus dem Handel.

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