Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2013

16:54 Uhr

Trotz Schuldenkrise

Heleba erwartet Anstieg des Euro

Die Euro-Kurs-Prognose der Analysten von Heleba von 1,40 Dollar wurde zum Ende des zweiten Quartals bestätigt. Vor allem aufgrund der „expansiven US-Geldpolitik“ dürfte der Euro-Dollar -Kurs auch weiterhin zulegen.

Der Euro-Prognose von bei 1,40 Dollar wurde bestätigt. dpa

Der Euro-Prognose von bei 1,40 Dollar wurde bestätigt.

FrankfurtDie Analysten der Helaba haben am Montag ihre Euro-Kurs-Prognose von 1,40 Dollar zum Ende des zweiten Quartals bestätigt. Kurzfristig stellten vor allem Zypern und mögliche Reaktionen darauf zwar einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Tendenziell verliere die Krise trotz der Unsicherheiten über Italien und Zypern aber an Dramatik, was auch den Euro begünstigen sollte, schrieben die Analysten. An den Märkten wurde am Montag vor allem die Beteiligung aller inländischen Bankenkunden an der Rettung Zyperns als Tabubruch kritisiert. "Wir sehen das im Moment nicht als einen nachhaltigen Malus für den Euro an", erläuterte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Der Euro notierte am Montagnachmittag mit 1,2955 Dollar mehr als einen US-Cent niedriger als zuletzt am Freitagabend in New York.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

„Aufgrund der anhaltend expansiven US-Geldpolitik dürfte der Euro-Dollar-Kurs wieder spürbar zulegen können, während sich der Euro-Kurs gegenüber Yen, Pfund und Schweizer Franken relativ stabil halten wird“, stellten die Helaba-Analysten weiter fest. Die US-Notenbank wird am Dienstag und Mittwoch über die Geldpolitik beraten. Von Reuters befragte Analysten rechnen nicht mit einer Änderung der Geldpolitik. Die Fed hat die Zinsen seit Dezember 2008 nahe null Prozent stehen. Die Notebank hat bereits für mehr als 2,5 Billionen Dollar Anleihen gekauft und damit ihre Bilanz auf über drei Billionen Dollar aufgebläht.

„Die Wette auf ein Ende der sehr expansiven US-Geldpolitik und damit auf den US-Dollar ist vermutlich verfrüht“, schreiben die Helaba-Analysten dazu. „De facto ist die Fed 2013 die Notenbank, die ihre Bilanzsumme am stärksten ausweitet. Bei der EZB hingegen schrumpft die Bilanz, von einer Zinssenkung sieht sie wohl auch ab.“ Die Helaba sieht auch in der Zerstrittenheit der politischen Kräfte in Washington ein Argument gegen den Dollar. „Ein Sparkurs ohne politische Einigung - in diesem Fall durch automatische Haushaltskürzungen via Rasenmähermethode - wirkt wohl nicht nachhaltig“, schrieben die Analysten weiter.

Die Helaba sieht in ihrer Euro-Prognose die Gemeinschaftswährung per Ende des dritten Quartals ebenfalls bei 1,40 Dollar. Bis zum Jahresende dürfte sich der Euro nach auf 1,35 Dollar abschwächen. Zum Ende des ersten Quartals 2014 sieht die Helaba den Euro bei 1,30 Dollar.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.03.2013, 18:15 Uhr

wie relevant ist das?
Sind das die heutigen Fragen?
Welches ungedeckte Falschgeld schneller verfällt?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×