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20.08.2016

10:18 Uhr

Türkei-Anleihen

Fitch senkt Ausblick auf „negativ“

Die Unsicherheit über die politische Lage in der Türkei schlägt auch auf die Bonität des Landes durch: Zwar sieht die Rating-Agentur Fitch das Land weiter im Investment-Bereich. Doch die Aussichten sind schlecht.

Türkische Anleihen zählen laut Fitch zu den „durchschnittlich riskanten Investments“. Reuters

Türkische Lira

Türkische Anleihen zählen laut Fitch zu den „durchschnittlich riskanten Investments“.

IstanbulDie Rating-Agentur Fitch sieht die langfristigen Verbindlichkeiten der Türkei weiterhin im sogenannten Investmentbereich. Die Bonitätswächter setzten am Freitag jedoch den Ausblick für das Rating auf „negativ“, was eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit andeutet. Grund sei die politische Unsicherheit nach dem gescheiterten Putsch Mitte Juli. Diese dürfte die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. Fitch hatte rund eine Woche nach dem Putschversuch schon den Daumen gesenkt. Die Bewertung für die langfristigen Verbindlichkeiten des Landes wurde damals auf „BBB-“ von zuvor „BBB“ herabgesetzt. Die Note steht für ein durchschnittlich riskantes Investment.

Die Rating-Agentur Moody’s drohte der Türkei drei Tage nach dem gescheiterten Militärputsch mit einer Herabstufung in den Ramsch-Bereich. Standard & Poor’s hatte im vergangenen Monat die Note für das Land um eine Stufe auf „BB“ herabgesetzt und damit tiefer in den spekulativen Bereich.

Türken in Deutschland

Wie viele Türken leben in Deutschland?

Im Jahr 2015 leben rund 1,5 Millionen Türken in Deutschland. Damit sind die Türken die am größten vertretene ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Ihre Zahl nimmt jedoch ab. 2011 waren es noch rund 1,6 Millionen. 1997 gab es sogar über zwei Millionen Türken in Deutschland.

Wie viele Türken wurden in Deutschland eingebürgert?

Im Jahr 2015 wurden 19.674 Türken in Deutschland eingebürgert. Auch diese Zahl ist rückläufig. Im Vorjahr waren es noch 22.463, im Jahr 2003 sogar 56.244.

Wie lang ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Türken in Deutschland?

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Türken in Deutschland beträgt 30 Jahre.

Welche berufliche Stellung haben Türken in Deutschland?

Mit 42 Prozent sind die meisten Türken in Deutschland Arbeiter. Einfache Angestellte sind 21 Prozent. Als höhere Angestellte können sich dagegen nur zwei Prozent bezeichnen. Verbeamtet ist im Jahr 2013 keiner.

Welche Schulen besuchen türkische Kinder?

Die meisten türkischen Kinder und Jugendliche gehen im Jahr 2014 in Deutschland auf eine Hauptschule (14 Prozent) oder auf eine berufliche Schule mit mittlerem Abschluss (13,9 Prozent). Nur 4,5 Prozent besuchen ein Gymnasium.

Wie viel verdienen Türken in Deutschland?

Das monatliche Nettoeinkommen eines Türken in Deutschland beträgt im Jahr 2013 durchschnittlich rund 1.200 Euro.

Wie viele deutsch-türkische Partnerschaften gibt es?

Wenn deutsche Männer eine ausländische Partnerin wählen, dann kommt sie am häufigsten aus der Türkei (12 Prozent). Und auch deutsche Frauen lebten 2014 vor allem mit Türken (18 Prozent) zusammen.

Wie viele Türken fühlen sich aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt?

18 Prozent der Türken fühlen sich häufig wegen ihrer Herkunft benachteiligt. 29 Prozent machen sich sogar große Sorgen um die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland.

Wie viele Türken wollen für immer in Deutschland bleiben?

Die Absicht, in Deutschland zu bleiben, ist bei den Türken von allen ausländischen Bevölkerungsgruppen am geringsten. Nur 66 Prozent wollen dies laut dem Sozialbericht 2016 vom Statistischen Bundesamt. Die schwierige soziale Situation der Türken, sowie die stärker verbreitete subjektive Erfahrung von Benachteiligung könnten dieses Ergebnis erklären.

Von

rtr

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