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10.08.2012

15:49 Uhr

Über 3 Milliarden Euro

Griechenland gibt Anleihen in Rekordhöhe aus

Griechenland plant die bisher größte Ausgabe von Anleihen mit kurzer Laufzeit. Insgesamt 3,125 Milliarden Euro will Athen durch die Drei-Monats-Anleihen einspielen und so die Zahlungsunfähigkeit erneut verhindern.

Griechenland steht erneut kurz vor einer Staatspleite. dpa

Griechenland steht erneut kurz vor einer Staatspleite.

AthenUm ihre Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, will die griechische Regierung Anfang kommender Woche kurzfristige Staatsanleihen in bislang einmaliger Höhe von 3,125 Milliarden Euro ausgeben. Die Anleihen mit einer Laufzeit von drei Monaten sollen am Dienstag angeboten werden, wie die griechische Behörde zur Verwaltung der Staatschuld am Freitag mitteilte.

Im Finanzministerium in Athen hieß es, mit den erzielten Einnahmen sollten angesichts des Stopps der Auszahlung internationaler Hilfsgelder die laufenden Ausgaben des Staats gedeckt und eine Zahlungsunfähigkeit vermieden werden.

Griechenland kann seit dem Winter 2010 keine mittel- oder langfristigen Staatsanleihen mehr ausgeben, sondern nur noch kurzfristige. Die Regierung gibt zweimal im Monat Anleihen mit einer Laufzeit von drei oder sechs Monaten aus, um die Hilfsgelder von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu ergänzen. Die für Dienstag geplante Ausgabe von Anleihen ist die größte ihrer Art: Seit Beginn der Finanzkrise hatte der Wert der ausgegebenen kurzfristigen Anleihen nie mehr als 1,95 Milliarden Euro betragen.

EU und IWF haben die Auszahlung der Hilfsgelder vorübergehend ausgesetzt, bis das Reformprogramm wieder läuft, zu dem sich Athen im Gegenzug für die Hilfen verpflichtet hat. Über die Auszahlung der nächsten Tranche der Kredite in Höhe von 31,5 Milliarden Euro will die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF erst im September entscheiden. Ohne das Geld droht Griechenland die Staatspleite.

Von

afp

Kommentare (6)

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10.08.2012, 16:26 Uhr

Und wer soll den Schrott kaufen fragt man sich da. Ach so ja richtig die EZB soll es ja jetzt richten ohne Rücksicht auf Verluste.

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10.08.2012, 16:40 Uhr

vollkommen richtig! Die EZB wird im Geheimen kaufen und uns wird gesagt, oh Wunder irgendjemand hat die Anleihen gekauft, alles bestens in Griechenland!

Account gelöscht!

10.08.2012, 17:00 Uhr

Der Irrsinn kennt nach wie vor kine Grenze. Anstatt das Naheliegende zu tun, was seit langer Zeit überall publiziert wird, nämlich die per Sonderbesteuerung zur Kasse zu "bitten", die seit jeher von den Zuständen profitiert haben, werden diese nach wie vor überverschont. Ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Aber, je dummdreister sich die Zeitgenossen heutzutage verhalten umso erfolgreicher sind sie noch. Ich wüßte schon ein Ziel für einen dicken Meteoriteneinschlag.

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