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25.04.2014

11:59 Uhr

Ukraine-Krise

S&P straft Russland ab

Der Druck auf Russland nimmt zu. Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s stuft die Kreditwürdigkeit herab. Russische Anleihen gelten damit fast schon als Ramsch. Putin scheint das wenig zu interessieren.

Russlands Präsident Wladimir Putin über mögliche Herabstufungen: „Das ist nicht von entscheidender Bedeutung“. ap

Russlands Präsident Wladimir Putin über mögliche Herabstufungen: „Das ist nicht von entscheidender Bedeutung“.

New York, MoskauRusslands gerät wegen der Ukraine-Krise zunehmend unter Druck. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stufte die Kreditwürdigkeit des Landes am Freitag herab - um eine Stufe auf „BBB-“. Das ist nur eine Stufe über dem sogenannten „Ramschbereich“ (Non Investment Grade).

Der Ausblick für das Rating ist negativ, was weitere Abstufungen erwarten lässt. Auslöser könnten etwa schärfere Sanktionen des Westens sein, schreibt die Agentur.

Russland in Zahlen

Einwohner

143,3 Millionen (Stand: 2013).

Gasproduktion

2012: 654,5 Milliarden Kubikmeter.

Gasreserven

2012: 32,9 Billionen Kubikmeter.

Erdölproduktion

2012: 517,9 Millionen Tonnen.

Erdölreserve

2012: 87,2 Milliarden Barrel.

Ein Barrel sind 119 Liter.

Bruttoinlandsprodukt

2014: ~ 2215,4 Milliarden US-Dollar

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner

Schätzungen zufolge liegt das BIP je Einwohner im Jahr 2014 bei 15.717 US-Dollar.

Inflationsrate

2012: 5,1 Prozent

2013: 6,7 Prozent*

2014: 5,7 Prozent*

*) Schätzung bzw. Prognose

Arbeitslosenquote

2010: 7,5 Prozent.

2011: 6,6 Prozent.

2012: 5,6 Prozent.

Haushaltssaldo

2010: -4,0 Prozent des BIP

2011: 0,8 Prozent des BIP

2012: -0,1 Prozent des BIP

Leistungsbilanzsaldo

2010: 4,4 Prozent des BIP, brutto.

2011: 5,1 Prozent des BIP, brutto.

2012: 3,7 Prozent des BIP, brutto.

2013: 2,9 Prozent des BIP, brutto.*

2014: 2,3 Prozent des BIP, brutto.*

*) Schätzung bzw. Prognose

Währungsreserven

2010: 432,95 Milliarden US-Dollar.

2011: 441,16 Milliarden US-Dollar.

2012: 473,11 Milliarden US-Dollar.

Mitte März hatte die Agentur Russland mit einer Abstufung gedroht, als sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte. Den jetzigen Schritt begründen die Bonitätsprüfer vor allem mit dem krisenbedingt gewaltigen Kapitalabfluss aus Russland. In den ersten drei Monaten 2014 hätten Investoren insgesamt 51 Milliarden Dollar aus dem Land abgezogen. „Wir sehen das als Risiko für die Wachstumsaussichten Russlands.“

Die Kapitalabflüsse belasten den russischen Rubel, der gegen den Dollar in diesem Jahr fast zehn Prozent an Wert verloren hat. In den vergangenen Wochen musste Russland außerdem mehrfach Anleiheauktionen absagen, weil das Interesse der Käufer zu gering war.

Kommentare (24)

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25.04.2014, 08:56 Uhr

Warum sollte es Putin auch stören?!
Russland hat Rohstoffe (Oel,Gas,Gold,Diamanten usw.) im ÜBERFLUSS! Weiterhin bietet der Russische Markt einen großen Absatz- und Investionsmarkt und dies ist für Deutschland und ander Nationen sehr wichtig.
Also, wenn hier jemand bestraft wird, durch diese US-Anmaßung/Kriegstreiberei, dann ist es in erster Linie die EU/Deutschland und Europa an sich!
Die USA spielen ein falsches Spiel mit Europa und Russland!

Account gelöscht!

25.04.2014, 09:14 Uhr

S&P setzt Russland auf Ramschstatus. Den USA aber gibt S&P weiterhin ein erstklassiges Rating.

Das lässt durchaus Rückschlüsse zu auf die außerordentlich hohe wissenschaftliche Qualität und die politische Unabhängigkeit dieser Ratingagentur.

Account gelöscht!

25.04.2014, 09:18 Uhr

Ich habe heute meine russischen Aktien verkauft, weil irgendetwas hier nicht stimmt.

Vor 70 Jahren haben amerikanische Soldaten ihr Leben gelassen, als sie am 6 Juni 1944 in der Normandie landeten, um gegen die SS, die Swobota und Bandera zu kämpfen. Diesen US-Soldaten verdanke ich meine Freiheit.

Heute sind die Swobota, Bandera and other SS-likes die Verbündeten der USA.

Unter Ronald Reagen waren die USA heaven on earth. „Lets united to fight for a world, where the people are free to determine their own destiny.“

We in Germany will always stick with you Ron, through thick AND thin. May God bless
You.

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