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28.03.2006

16:08 Uhr

HB FRANKFURT. Alle von der Nachrichtenangentur Dow Jones befragten technischen Analysten sind sich darüber einig, dass momentan nichts auf eine größere Korrekturbewegung hindeutet. Spätestens im Bereich bei 5 700 Punkten, und damit fünf Prozent unterhalb der magischen Marke, dürfte eine Abwärtsbewegung auslaufen.

Ungemach könnte mittelfristig betrachtet von der Zinsseite kommen. Sollte sich der Zinserhöhungszyklus in den USA in den kommenden 6 Monaten beschleunigen, dürfte sich dies belastend auf die Aktienmärkte auswirken. Die dann bei US-Anleihen zu erzielenden Renditen dürften zu Umschichtungen aus Aktien in Renten führen. Auch die großen M&A-Storys, die die Börsen momentan mit der notwendige Fantasie füttern, dürften von höheren Finanzierungskosten belastet, deutlich zurückkommen.

Für die Aktienstrategen von Metzler Financial Markets ist die Frage legitim, was jenseits der 6 000er-Marke passiert. Positiv sei die Tatsache zu verbuchen, dass der Dax das 61,8 Prozent Fibo-Retracement der Bewegung von 8 136 auf 2 189 bei 5 864 Punkten nachhaltig überwunden hat. Sollte zudem die psychologisch wichtige Marke von 6 000 Punkten genommen werden, würde sich auch das mittelfristige Sentiment verbessern. Gleichzeitig wäre dann mit einer Welle von Prognoseanpassungen zu rechnen, die kurzfristig für neue Begeisterung sorgen dürften. Vieles werde allerdings kurzfristig davon abhängen, wie sich die US Notenbank - unter Führung ihres neuen Chairman Ben Bernanke nach ihrer Zinsentscheidung am Dienstagabend verhält.

Eine Attacke der 6 000er Marke sieht auch Martin Siegert, technischer Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Zu erwarten sei zunächst allerdings nur ein moderates neues Hoch, da aus Sicht der Indikatorenlage und der Verlaufsstruktur keine dynamische Bewegung zu erwarten sei. Als Minimal-Ziel diene der Bereich bei 6 017 und 6 051/62 Punkten. Die auf allen Zeitebenen deutlichen Divergenzen deuteten nach Ausbildung des Hochs auf eine dynamische Preisbewegung Richtung "Süden". Das Ziel dieser Bewegung erwartet Siegert im Bereich des Tiefs aus der Vorwoche bei 5 848 Punkten.

Am Montag hat nach Einschätzung des technischen Analysten Martin Müller vom muellerfinancial.de der Dax auf Sicht von einer Woche eine Konsolidierungsbewegung eingeleitet. Die am 7. März bei 5 665 Punkten gestartete Impulsbewegung sei an der Fibonacci-Marke bei 5 975 Punkten ausgelaufen. Die eingeleitete Abwärtsbewegung werde durch die im überkauften Bereich nach unten gedrehten Oszillatoren bestätigt. Die zum Wochenstart gesehene Top-Bildung wurde zudem mit bearischen Divergenzen vollzogen.

Die eingeleitete Korrekturbewegung dürfte im Bereich bei der 38,5 Prozent Retracementmarke und der kurzfristigen Trendunterstützung bei 5 847/55 Punkten eine erste Unterstützung finden. Sollte diese durchbrochen werden, dürfte der Dax spätestens im Bereich der Trendunterstützung aus dem Wochenchart im Bereich von 5 700 Punkten nach oben drehen. Sollte wider erwarten die Widerstandszone bei 5 975/85 Punkten herausgenommen werden, habe der Dax zunächst Platz bis in den Bereich bei 6 050 Punkten.

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