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26.04.2016

13:21 Uhr

Umfrage

Eingeschränktes „Ja“ zur geplanten Börsenfusion

In einer Umfrage befürwortet die Mehrzahl der befragten Geldhäuser und Finanzdienstleister die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der britischen London Stock Exchange - doch nur unter bestimmten Bedingungen.

Uneingeschränkte Zustimmung im Finanzsektor gibt es nicht zur geplanten Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange. Das ist nur ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies. dpa

Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn

Uneingeschränkte Zustimmung im Finanzsektor gibt es nicht zur geplanten Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange. Das ist nur ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies.

FrankfurtDie meisten Banken und Finanzdienstleister in Deutschland können der geplanten Fusion der Deutschen Börse mit der britischen LSE nur unter bestimmten Voraussetzungen etwas abgewinnen. In einer Umfrage des Center for Financial Studies (CFS) befürworten zwar 63 Prozent der 400 befragten Manager am Finanzplatz grundsätzlich den Zusammenschluss.

35 Prozent wollen ihn aber nur, wenn die Börsen-Holding in Frankfurt und nicht wie geplant in London ihren Sitz hat, wie das an der Frankfurter Universität angesiedelte CFS am Dienstag mitteilte. 18 Prozent wollen, dass die Fusion nur dann zustande kommt, wenn Großbritannien nicht aus der Europäischen Union (EU) austritt. Uneingeschränkte Zustimmung signalisieren nur neun Prozent der Befragten, 25 Prozent sind strikt dagegen.

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Das CFS befragt alle drei Monate Banken, Versicherer, Fonds und andere Finanzdienstleister bis hin zu Wirtschaftskanzleien zur Entwicklung und der Stimmung der Branche. „Die industrielle Logik der Fusion überzeugt die Finanzindustrie, obwohl negative Auswirkungen auf den Finanzplatz Frankfurt bei einem Hauptsitz in London erwartet werden“, sagte CFS-Geschäftsführer Volker Brühl.

Dass sich die Briten am 23. Juni gegen die Mitgliedschaft in der EU entscheiden werden („Brexit“), glauben aber nur 28 Prozent der Befragten. Wenn es zum Austritt kommt, sei Großbritannien selbst der Leidtragende, schätzen 82 Prozent. 69 Prozent der Teilnehmer halten in diesem Fall Frankfurt für den größten Nutznießer.

Von

rtr

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