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10.11.2014

15:26 Uhr

Umzug nach China

Russische VTB-Bank erwägt Börsenwechsel

Konsequenz aus den Sanktionen der EU: Die russische VTB-Bank könnte bald von der Londoner Börse nach Peking wechseln. Wegen der Krise in der Ostukraine könnte die VTB-Bank Milliardenverluste machen.

Ein Logo der VTB-Bank in Moskau: Die zweitgrößte Bank Russlands leidet unter den Sanktionen. Reuters

Ein Logo der VTB-Bank in Moskau: Die zweitgrößte Bank Russlands leidet unter den Sanktionen.

PekingWegen der Sanktionen des Westens diskutiert Russlands zweitgrößte Bank VTB einen Börsenwechsel von London nach China. Das Geldhaus sei mit der Londoner Börse LSE nicht zufrieden, sagte Konzernchef Andrej Kostin am Montag am Rande des Gipfels der Asien-Pazifik-Staaten (Apec) in Peking. „Wir denken ernsthaft über unsere Präsenz an der London Stock Exchange nach. Wir schauen uns chinesische Börsen an.“

Hintergrund sind die Schwierigkeiten russischer Banken, wegen der Strafmaßnahmen der EU und der USA im Zuge des Ukraine-Konflikts an Kapital aus dem Westen zu kommen - zumal die wirtschaftlichen Folgen der Krise den Gewinn des Instituts im ersten Halbjahr um mehr als 80 Prozent einbrechen ließen. Der Staat griff der Bank bereits mit einer Geldspritze von umgerechnet fast vier Milliarden Euro unter die Arme.

Die VTB-Aktie ist seit sechs Jahren neben der Börse in Moskau auch an der LSE notiert. Kostin hatte zuletzt erklärt, dass die VTB wegen der Ukraine-Krise in diesem Jahr möglicherweise einen Milliardenverlust anhäufen wird.

Zudem kündigte der Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin an, die VTB-Geschäfte in Europa und den USA leicht zurückzufahren. Moskau will wegen der Spannungen mit dem Westen seit einiger Zeit die Wirtschaftsbeziehungen zu China ausbauen. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Von

rtr

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