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25.09.2014

17:47 Uhr

Unruhe an der Börse

Dax erleidet plötzlichen Kursrutsch

An der Börse ist die Stimmung gekippt. Innerhalb kurzer Zeit verlor der Dax deutlich an Boden. Auch die US-Börsen und der Euro gaben kräftig nach. Verantwortlich sollen Aussagen eines führenden Notenbankers sein.

Dax rutscht mit US-Börsen ab

Video: Dax rutscht mit US-Börsen ab

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FrankfurtEs war ein ganz normaler Handelstag. Der Dax kletterte am frühen Nachmittag bis auf 9718 Punkte. Doch gegen 15.30 Uhr sollte sich die Lage schlagartig ändern. Innerhalb kurzer Zeit gab der deutsche Leitindex deutlich nach – zeitweise um 1,7 Prozent bis auf 9482 Punkte.

Auch die US-Börsen notierten mit einem deutlichen Minus. Der Dow Jones fiel um 1,2 Prozent auf 17011 Punkte.

Bei der Suche nach Erklärungen waren Anleger zunächst ratlos. Die einen verwiesen auf schwache Konjunkturdaten. In den USA brachen die Auftragseingänge für langlebige Güter im August um 18,2 Prozent ein. Dies war der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1992. Im Juli gab es allerdings noch einen Anstieg um 22,5 Prozent. Doch können diese Konjunkturdaten wirklich den Kursrutsch ausgelöst haben?

Wahrscheinlicher ist, dass es die Angst vor steigenden Zinsen ist, die die Investoren zittern lässt. Derzeit wird jede Aussage der führenden Notenbanken daraufhin abgeklopft, ob sie einen Hinweis auf höhere Zinsen enthalten könnte. Und deshalb dürfte die Börse heute besonders genau zugehört haben als Mark Carney, der Chef der Bank of England, die erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise in Aussicht stellte.

Die Zinswende „rückt näher“, sagte Carney am Donnerstag auf einer Konferenz im walisischen Newport. Allerdings folge die Notenbank keinem „festgelegten Kurs“, schränkte er ein. Zeitpunkt und Tempo einer Leitzins-Erhöhung hingen von der konjunkturellen Entwicklung ab.

Die britische Notenbank dürfte als erste der großen Zentralbank die Zinswende durchführen. Danach dürfte die Federal Reserve in den USA folgen. Börsianer gehen davon aus, dass die Fed den Leitzins Mitte 2015 anheben wird.

Niedrigzinsen und billiges Geld der Notenbanken waren ein wichtiger Treiber für die Börsenrally in den vergangenen Jahren. Sollten die Notenbanken ihren Kurs nun ändern, könnte den Börsen der Treibstoff ausgehen.

In der Euro-Zone dürften die Zinsen allerdings noch länger auf einem homöopathischen Niveau bleiben. Darauf deuten zum einen die schwachen Konjunkturdaten, zum anderen die niedrige Inflation hin. Einige Experten vertreten die Meinung, dass die Zentralbank außerdem weitere Finanzspritzen zur Verfügung stellen könnte.

Gestützt wurden die Gerüchte durch Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi. Auf der heutigen Konferenz zur Euro-Einführung in Litauen machte er nochmals deutlich, dass die Notenbanker bereit seien, „weitere unkonventionelle Instrumente“ einzusetzen.

Dem Euro taten die neuen Spekulationen weniger gut. Die Gemeinschaftswährung setzte den Sinkflug fort: Zwischenzeitlich rutschte der Euro sogar unter 1,26 Dollar. Zuletzt lag die Währung 0,3 Prozent im Minus bei 1,2737 Dollar.

Kommentare (27)

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Herr thomas oldendorp

25.09.2014, 08:14 Uhr

..
MARKTBEREINIGUNG AM 24.09.
..........................
der DAX fiel gestern bis auf die Unterstützung
200-tage-linie und stieg anschl. wieder bis auf
9662..17.45..begünstigt von dem festeren dow..
..
diese Entwicklung hat viele "zittrige Hände" aus
dem markt vertrieben, insbesondere Derivate -
Trader..
..

Herr Tom Bauer

25.09.2014, 08:31 Uhr

Seit zwei Jahren lesen wir Kommentare und Berichte von drohenden Übertreibungen und folgenden Abstürzen an den Aktienmärkten.
Gold sei der sichere Hafen und der Euro kurz vor dem Kollaps; Immobilien überteuert.
Natürlich kann das alles eintreten und die Risiken am Aktienmarkt sind höher als wenn ich mir eine Wohnung kaufe. Alles ok.

Wir sollten aber die wahrscheinlicheren und die unwahrscheinlicheren Entwicklungen herausarbeiten. Hier haben die langfristig investierten Aktienanleger die beste Aussicht die beste Rendite aufs Ersparte zu erarbeiten/erdulden/erschwitzen.

IN diesem Sinne: Dabeiblieben scheint das beste (wie meist).... es sei denn man ist Tageshändler!

Boris Babbler

25.09.2014, 09:11 Uhr

Ich bewundere ihre Beharrlichkeit sich in so einem Forum täglich zu äußern.
Aber ihre Fantasiegestalt des erfolgreichen Traders mit seinen Reichtümern ist recht lustig.
Nur über den Wohnort,Frankfurt, sollten Sie mal nachdenken.Nicht mal eine Millionenstadt,da geht aber noch mehr,oder?
Auch das mit der der Muse finde ich schwach.Mehrere Gespielinnen,auch durch Bunte/Bild bekannt,würde die Sache spannender machen.
So wirkt ihre Darstellung eines erfolgreichen Traders etwas bieder,aber die Grundidee ist gut.

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