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09.09.2014

16:12 Uhr

Unsicherheit

Europäische Anleihen geben nach

Investoren schrecken davor zurück, mehr europäische Anleihen ins Depot zu nehmen. Marktteilnehmer erklärten die steigenden Renditen der Bonds mit der Ungewissheit über das EZB-Programm.

Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main verunsichert die Marktteilnehmer. dpa

Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main verunsichert die Marktteilnehmer.

FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Dienstag mit zuletzt 0,99 Prozent vier Basispunkte höher als am Montag rentiert. Der Bund Future gab 66 Basispunkte auf 148,44 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg um fünf Basispunkte auf 2,34 Prozent. Entsprechende spanische Papiere rentierten mit 2,18 Prozent knapp zehn Basispunkte höher. Marktteilnehmer erklärten die steigenden Renditen europäischer Bonds mit der Ungewissheit über das Anleihekaufprogramm der EZB.

„Es gibt einige Unsicherheit im Markt wegen der Details der zuvor angekündigten Maßnahmen der EZB”, sagte Felix Herrmann von der DZ Bank AG in Frankfurt. Es sei schwer zu sagen, wie der Markt in ein oder zwei Wochen aussehen werde. „Das ist der Grund, warum Investoren im Moment davor zurückschrecken, mehr europäische Anleihen ins Depot zu nehmen”, sagte er.

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg um zwei Basispunkte auf 2,49 Prozent. Sie war bereits an den vorangegangenen drei Handelstagen angestiegen. Unter Marktteilnehmern wächst die Nervosität vor einer möglicherweise baldigen Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank. So erklärte BlackRock Inc., dass die Fed die Zinsen früher anheben könnte, als Händler erwarten.

„Ich bin bearish eingestellt”, sagte Kei Katayama von Daima SB Investments, „denn der Wirtschaft geht es immer noch gut. Immer mehr Marktteilnehmer müssen sich jetzt die Frage stellen, wann die Straffung kommt.”

Deutschland begab am Dienstag inflationsgebundene Anleihen mit Laufzeit bis 2030 zu einer Rendite von 0,03 Prozent. Die Gebote lagen bei 968 Millionen Euro bei einem Maximalziel von einer Milliarde Euro. Österreich kam mit Laufzeiten bis 2024 und 2034 auf den Primärmarkt.

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