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17.04.2015

09:40 Uhr

Unternehmensanleihe

Bertelsmann sammelt 1,25 Milliarden Euro ein

Mit frischem Kapital will Europas größter Medienkonzern sein Geschäft mit Bildungsangeboten massiv ausbauen. Die verschiedenen Rückzahlungsoptionen lässt sich Bertelsmann offen.

Vorstandschef Thomas Rabe hat große Pläne. Dafür braucht er frisches Kapital. dpa

Vorstandschef Thomas Rabe hat große Pläne. Dafür braucht er frisches Kapital.

MünchenBertelsmann hat sich mit einer Hybridanleihe 1,25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Die beiden Tranchen über 650 Millionen und 600 Millionen Euro werden mit 3,0 und 3,5 Prozent verzinst, wie Europas größter Medienkonzern am Donnerstag mitteilte. Die nachrangige Anleihe mit einer Laufzeit von 60 Jahren sei bei institutionellen Investoren mehr als vierfach überzeichnet gewesen.

Grund der unterschiedlichen Verzinsung sind die verschiedenen Rückzahlungsoptionen, die Bertelsmann sich offen lässt: Die Anleger der größeren Tranche kann der Konzern bereits vorzeitig nach acht, die der kleineren nach zwölf Jahren auszahlen.

Hybridanleihen sind eine Mischform aus Fremd- und Eigenkapital und werden wegen des höheren Ausfallrisikos höher verzinst als klassische Anleihen. Beide Tranchen des Bertelsmann-Bonds werden von Ratingagenturen gerade noch als nicht spekulative Anlagen (Investment Grade) bewertet. So stuft Moody's die größere Tranche mit Baa3 und die kleinere etwas sicherer mit Baa1 ein.

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Der Medienkonzern, der sein Geschäft mit Bildungsangeboten massiv ausbauen will, gab als Verwendung für das Geld lediglich "allgemeine Unternehmenszwecke" an. Vorstandschef Thomas Rabe hatte 2014 für den Umbau einen Gewinneinbruch in Kauf genommen. Auf Expansionskurs sind auch die wichtigsten Konzerntöchter - die Fernsehgruppe RTL, der weltgrößte Buchverlag Penguin Random House und der Musikrechteanbieter BMG.

Von

rtr

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