Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2013

10:18 Uhr

US-Aktien

Die Rally nimmt kein Ende

Kleine Unternehmen und große Banken – sie alle profitieren von der Rally an der Wall Street. Gleich mehrere Indizes erreichten in der vergangenen Woche ein neues Hoch. Und es geht weiter, prognostizieren Experten.

Der Bulle regiert wieder die Wall Street: Gleich mehrere US-Indizes erreichten in den vergangenen Tagen ihre Höchststände. Und ein Ende der Rally ist nicht in Sicht. ap

Der Bulle regiert wieder die Wall Street: Gleich mehrere US-Indizes erreichten in den vergangenen Tagen ihre Höchststände. Und ein Ende der Rally ist nicht in Sicht.

Der Börsenbarometer für US-Aktien kletterte in den vergangenen Wochen unermüdlich nach oben: Der Standard & Poor's 500 Index, der Russell 2000 Index für kleinere Unternehmen, der Dow Jones Index für Transportwerte und S&P 500 Financials Index – sie alle erreichten in der vergangenen Woche ihre Höchststände. Und die Zeichen stehen gut, dass es weiter aufwärts geht: Berechnungen zeigen: Immer, wenn die Indizes in den vergangenen 23 Jahren Rekordwerte erreichten, kletterte der S&P-Index im Schnitt weitere sechs Prozent hoch.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

John Manley, Chef-Aktienstratege bei Wells Fargo Funds Management in New York, kommt freut sich über die steigenden Kurse. Aus der Bergfahrt der US-Aktien könne er absehen, dass sich die US-Wirtschaft etwas erhole, der Markt aber noch nicht überstrapaziert sei. „Auch die Geldpolitik der Fed ist immer noch locker“, sagt Manley, „Was könnte man daran nicht mögen?”
Auch Doug Ramsey, als Chief Investment Officer für Kapitalanlagen bei Leuthold Group in Minneapolis, sieht die Indikatoren mit Wohlwollen. Die Kursgewinne bei den Kleinunternehmen, Banken, Transportkonzernen und Firmen, die sensibel auf Konjunkturschwankungen reagieren, sprechen seiner Meinung nach dafür, dass die Rally noch nicht zu Ende ist. „Wir müssen den Einklang der Marktbewegung respektieren”, so Ramsey. „Solange wir keine Zerrissenheit sehen, spricht alles dafür, dass wir noch höhere Stände sehen werden.”
Von Januar bis Juni des laufenden Jahres stieg der S&P 500 so stark, wie seit 1998 nicht mehr. 460 der dort gelisteten Unternehmen haben im zugelegt – so viele wie seit 1990 nicht mehr. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wurden mehr als 90 Prozent der S&P 500-Mitglieder in der vergangenen Woche oberhalb ihres rollierenden 200-Tages- Durchschnitts gehandelt. In den vergangenen 23 Jahren waren es lediglich 62 Prozent.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Stimmvieh

30.07.2013, 11:09 Uhr

Vorsicht! Sogenannte Experten, Strategen und Anal-ysten sehen weiter steigende Kurse. Es wird höchste Zeit auszusteigen!

Gaffel

30.07.2013, 11:11 Uhr

Wie im Artikel ausgeführt, bewegen sich die - durch das billige Geld der Notenbanken gepuschten - Indizes u. Einzelaktien in Top-Bereichen.
Also in Regionen, in denen sie bei genauer Prüfung und gemäß fundamentaler Bewertung überhaupt nichts zu suchen haben.
Die Spekulanten kümmert das nicht, Gewinne werden immer dort gemacht, wo es sich gerade ergibt.
Volkswirtschaften, bzw. deren Bürger und Steuerzahler werden nach dem "Ende des billigen Geldes" jedoch die Zeche für diesen globalen finanzpolitischen Wahnsinn bezahlen müssen.
Mit ihrem Ersparten, mit ihrem Lebensstandard und mit der an den Finanzmärkten "verzockten" Zukunft der nächsten Generation.
Unsere Politiker sind sich der Tragweite und der Wirkung dieses bereits seit Jahren heranrollenden "Finanz-Tsunamis" entweder überhaupt nicht bewußt(= dumm) oder stecken einfach den Kopf in den Sand (=ignorant).
Das Damoklesschwert der Verschuldung hängt über fast allen Staaten und wird dem Wohlstand eines nicht mehr allzu fernen Tages den Kopf abschlagen.
Selbst der Wirtschafts-"Primus" in Europa, - Deutschland -, würde bei einer angenommenen Tilgung von 3% p.a. (- ist bisher noch nie erreicht worden !) und einer über Jahrzehnte hinweg stabilen Wirtschaftsleistung mit entsprechenden Steuereinnahmen incl. Haushaltsdisziplin (- ist noch nie realisiert worden !) erst 2184 seine ALTSCHULDEN bezahlt haben.
d.h. in diesem Beispiel würde es (- von heute an) 171 Jahre (!!!) bis zur "Schuldenfreiheit" Deutschlands dauern; - vorausgesetzt, es würden keine neuen Schulden gemacht(- Ha,ha!).
So etwas läßt sich mit Währungsreformen jedoch elegant "abkürzen". ( wie z.B. 1924 und 1948). Man kann jedoch auch völlig unterschiedliche Wirtschaftsräume unter eine Zwangs-Währung pressen (1999 - Euro-Einführung) und so den Wert der Währung nach und nach "verwässern". Da hilft es später auch nicht mehr, wenn man die Zinsen in den Keller schickt, weil man das monetäre Grundproblem damit nicht beseitigt, sondern zusätzlich beschleunigt.



Account gelöscht!

30.07.2013, 12:37 Uhr

1923 war die Währungsreform,nicht 1924.Im Movember 23 wurde die grundschuldgestützte dt.Rentenmsark eingeführt.Goldgestützt ging nicht,wegen der vielen Reparationen auf Goldbasis-diesmal aus Weltkrieg eins.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×