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11.05.2011

22:27 Uhr

US-Börsen

An der Wall Street geht es bergab

Die Kursrally der letzten Tage kam an den Börsen zum Stopp, sie schlossen im Minus. Die Stimmung drückten heute enttäuschende Quartalszahlen von Walt Disney und ein höheres US-Außenhandelsdefizit.

Die Börse in New York. Quelle: Reuters

Die Börse in New York.

New YorkEin Kursrutsch bei den Aktien von Walt Disney und Verluste bei Energiewerten haben die US-Börsen am Mittwoch ins Minus gedrückt. Zudem bereitete der Anstieg der Inflation in China den Anlegern Sorge. Sie fürchteten, dass die Regierung in Peking nun weitere Maßnahmen zur Abkühlung der heimischen Konjunktur ergreifen könnte.

Weil sich auf diesem Wege auch das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamen dürfte, notierten viele konjunktursensible Aktien ebenfalls im Minus. Der Dow Jones Industrial sank um 1,02 Prozent auf 12 630,03 Punkte und beendete damit eine dreitägige Gewinnserie. Der S&P-500-Index fiel um 1,11 Prozent auf 1342,08 Punkte.

An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite Index um 0,93 Prozent auf 2845,06 Punkte nach. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,76 Prozent auf 2393,08 Punkte abwärts.

Die Quartalszahlen des Börsenschwergewichts Walt Disney trübten die Stimmung. Dem größten US-Unterhaltungskonzern setzt vor allem der Flop seines jüngsten Zeichentrickfilms zu. Abgestraft wurde Walt Disney mit einem Abschlag von 5,4 Prozent.

Die Branchenunternehmen ExxonMobil und Chevron litten Börsianern zufolge unter dem deutlich gesunkenen Ölpreis. „Die Ölpreise sind unten, und das belastet heute die Aktien aus dem Energie-Sektor“, sagte Analyst Giri Cherukuri. Der S&P-Index der Energiewerte büßte 2,9 Prozent ein. Chevron-Aktien verloren zwei Prozent an Wert, Exxon-Papiere gaben 2,1 Prozent ab.

Deutliche Kursverluste musste auch der Internet-Konzern Yahoo hinnehmen: Der Aktienkurs brach mehr als sieben Prozent ein. Zuvor war bekanntgeworden, dass Yahoos Aussichten auf eine stärkere Kontrolle des chinesischen Online-Bezahldiensts Alipay gesunken waren.

Die Aktien des Penthouse-Verlegers FriendFinder brachen bei ihrem Nasdaq-Debüt rund 22 Prozent ein.

Die Papiere von General Motors verloren rund ein Prozent, nachdem der Autobauer den Rückruf von 4500 Fahrzeugen wegen Problemen an den Scheibenwischern bekanntgegeben hatte. Gefragt waren dagegen die Papiere von Johnson & Johnson, die sich um 1,1 Prozent verteuerten. Zuvor hatte die Bank Goldman Sachs ihre Bewertung für die Anteilsscheine des Pharmakonzerns angehoben.

Die Aktien des Einzelhändlers Macy's sprangen nach Vorlage von Quartalszahlen 7,7 Prozent nach oben. Die Anteilsscheine des staatlich gestützten Versicherers AIG legten 3,5 Prozent zu. Nach einer geplanten Aktienplatzierung soll der Staatsanteil auf 77 von derzeit 92 Prozent sinken.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,98 Milliarden Aktien den Besitzer. 476 Werte legten zu, 2599 gaben nach und 32 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,27 Milliarden Aktien 614 im Plus, 2021 im Minus und 97 unverändert.

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