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07.09.2011

22:32 Uhr

US-Börsen

Dow Jones gewinnt mehr als zwei Prozent

Das Rettungspaket-Urteil des Bundesverfassungsgericht sorgt nicht nur in Europa, sondern auch an den US-Börsen für Erleichterung. Vor allem aber hat die Aussicht auf Obamas Jobprogramm den Handel in Schwung gebracht.

Die US-Börsen reagierten mit Erleichterung auf das Rettungspaket-Urteil aus Deutschland. Reuters

Die US-Börsen reagierten mit Erleichterung auf das Rettungspaket-Urteil aus Deutschland.

New YorkDie Hoffnung auf ein neues Konjunkturprogramm der US-Regierung hat die Wall Street am Mittwoch beflügelt. Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit will Präsident Barack Obama Medienberichten zufolge die Wirtschaft mit hunderten Milliarden Dollar ankurbeln. Kern des Vorhabens, das er am Donnerstag im Kongress vorstellen wolle, seien neue Steuererleichterungen. Auch soll es um Ausgaben für Infrastruktur aus dem Bundeshaushalt gehen. Die Aussicht auf einen Geldregen aus Washington bescherte dem Leitindex Dow Jones Industrial nach drei Verlusttagen in Folge wieder ein kräftiges Plus.

Besonders die in den vergangenen Wochen unter die Räder gekommenen Finanzwerte waren wieder gefragt. Der KBW-Banken-Index schoss fast sechs Prozent in die Höhe. Aktien der Bank of America kletterten sieben Prozent - unterstützt durch einen Umbau der Führungsetage.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 2,5 Prozent bei 11.414 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 11.137 und 11.414 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1198 Punkten, ein Anstieg von 2,9 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann drei Prozent und ging mit 2548 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt kletterte der Dax um 4,1 Prozent und schloss bei 5405 Punkten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor die Hilfen für Griechenland und den Euro-Rettungsfonds EFSF für rechtens erklärt. Dies hatte bereits den europäischen Börsen deutlichen Auftrieb verschafft. Allerdings wird es Milliardenhilfen aus Deutschland nicht ohne Mitsprache des Bundestages geben, was den Prozess verlangsamen könnte. Eine Lösung der Probleme stehe zwar nicht bevor, dennoch seien Fortschritte zu erkennen, sagte Howard Ward von GAMCO Growth: „Das ist wahnsinnig positiv.“

Der europäische Handel mit seiner deutlichen Erholung und der gleichzeitige Rutsch des Goldpreises hätten ebenfalls für gute Stimmung gesorgt, meinten Börsianer. Der jüngste Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) hingegen fand kaum Beachtung. Das Wachstum in den USA hatte sich dem Bericht zufolge in den Monaten Juli und August nur in einigen Notenbank-Distrikten weiter abgeschwächt. Diese Aussagen fügten sich laut einem Marktteilnehmer in den Reigen der jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten ein, die ebenfalls unterschiedliche Signale geliefert hätten.

Bei den Einzelwerten rechneten Anleger der Bank of America einen Umbau des Managements hoch an. Das größte US-Institut baut die Führungsetage kräftig um und schickt unter anderem zwei Top-Manager nach Hause: Joe Price, Chef des Privatkundengeschäfts, und Sallie Krawcheck, die unter anderem die weltweite Vermögensverwaltung leitete, müssen gehen. Die Aktie der Bank hatte in diesem Jahr rund die Hälfte ihres Marktwertes verloren.

Yahoo legte 5,4 Prozent zu, nachdem der Internet-Konzern seine Chefin Carol Bartz nach zweieinhalb Jahren im Amt per Telefon feuerte. Dem Konzern machen stagnierende Umsätze und Auseinandersetzungen mit dem chinesischen Partner Alibaba zu schaffen.

Die Aktien des Chipherstellers Nvidia stiegen um 8,1 Prozent. Das US-Unternehmen legte einen Ausblick vor, der die Erwartungen deutlich übertraf. Darden Restaurants war dagegen einer der größten Verlierer im S&P-500. Der Betreiber der Ketten Red Lobster und Olive Garden warnte, die Auswirkungen des Hurrikans „Irene“ könnten den Umsatz im ersten Quartal drücken. Das Papier schloss 3,6 Prozent im Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 2718 Werte legten zu, 313 gaben nach und 45 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 2197 im Plus, 374 im Minus und 84 unverändert.

Kommentare (1)

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lc_1

07.09.2011, 21:16 Uhr

sie schießen immer schneller aus den falschen rohren.
kann das unser problem sein?
Die us wirtschaft kommt nicht in Schwung.

le must de barbies - obama werden sie teeren und federn, obwohl er garnichts dafür kann.

schweine

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