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17.10.2011

22:52 Uhr

US-Börsen

Wall Street-Anleger fahren herbe Verluste ein

Anleger haben mit Sorge auf den fehlenden europäischen Befreiungsschlag in Sachen Schuldenkrise reagiert. Die Unsicherheit und schlechte Konjunkturdaten setzen den US-Börse zu. Doch es gab auch Lichtblicke.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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New YorkZweifel an einem großen Befreiungsschlag in der Euro-Krise auf dem anstehenden EU-Gipfel haben der Wall Street am Montag herbe Verluste eingebrockt. Schon in Europa legten die Anleger nach einer freundlichen Eröffnung den Rückwärtsgang ein, nachdem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einer „endgültigen Lösung“ der Krise beim Treffen am kommenden Sonntag eine Absage erteilt hatte. Dies belastete vor allem Finanzwerte, die zusätzlich unter schwachen Zahlen des US-Instituts Wells Fargo litten.

„Eine Zeitlang scheint es in Europa Fortschritte zu geben, und dann kommt diese Nachricht und facht erneut bei jedem die Furcht an“, sagte Chris Hobart von Hobart Financial Corp. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,1 Prozent schwächer bei 11.397 Punkten, der breiter gefasste S&P500 fiel 1,9 Prozent auf 1200 Zähler. Der Nasdaq-Composite verlor 2,0 Prozent auf 2614 Punkte.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 5859 Punkten aus dem Handel. „In den vergangenen Wochen hatten wir eine phänomenale Aufholjagd. Das Problem ist nur, dass sie auf tönernen Füßen steht“, sagte Hobart.

Belastend wirkte sich auch der Oktober-Konjunkturindex für das Verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York aus, der schlechter als erwartet ausfiel. Der Anstieg der Industrieproduktion im September lag mit 0,2 Prozent im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Die Furcht vor einer Ausweitung der Schuldenkrise bekamen vor allem Finanzwerte zu spüren: Der KBW Bankenindex büßte 3,9 Prozent ein.

Die Sorgen über die Euro-Zone drückten selbst die Titel der Citigroup um fast zwei Prozent ins Minus, obwohl die Bank mit ihrem Nettogewinn im Quartal die Analystenschätzungen übertraf. Die Aktien von Wells Fargo fielen nach einer enttäuschenden Bilanz sogar um mehr als acht Prozent. Auch die Titel des Ölfeld-Ausrüsters Halliburton konnten nicht von der Vorlage der Quartalsergebnisse profitieren und rutschten ebanfalls um acht Prozent ab.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.10.2011, 00:12 Uhr

Es ist schon absurd, wie da einer auf den anderen mit dem Finger zeigt. Wenn man sich einigermassen mit den Ursachen des Desasters auseinandersetzt, ist es gar nicht so schwer, die Ursachen des nicht mehr zrueckdrehbaren Desasters zu erkennen. Damit ist auch zu erkennen, dass hier Schuldzuweisungen mit Fingerzeig auf die Schulden Anderer absolut nichts bringt.
Es ist das Prinzip des Geld- und Wirtschaftssystems, dass alle paar Jahrzehnte zu groesseren Crashs des ganzen Systems fuehren MUSS! Quasi der vorprogrammierte Reset!
Nun ist es wieder so weit, denn die Probleme haben einen expotentialen Effekt und zum Ende hin ueberschlagen sich die Ereignisse, weil sie quasi im Zeitraffer ablaufen.
Detaillierte Informationen finden Sie hier: www.steuerembargo.co.de

importante

18.10.2011, 08:12 Uhr

Mein Gott, da schreibt offenbar ein Hartz-TEN-ler immer das Gleiche. Gleiche. Gleiche. Gleiche. Gleiche. Gleiche. Gleiche. Schreiben Sie doch ein Buch über Steuerembargo, wenn es Ihnen so wichtig ist!!!

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