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23.01.2014

15:00 Uhr

US-Fondsgesellschaft

Fidelity Investments verliert seine Nummer 2

Ronald O'Hanley geht – damit gibt innerhalb von nur zwei Tagen ein weiterer US-Vermögensverwalter seinen Job auf. Ein Nachfolger für den Leiter Asset Management soll bei Fidelity Investments selbst gefunden werden.

Personalwechsel bei Fidelity Investments: Damit erhält Präsidentin Abigail Johnson eine Gelegenheit, die Kontrolle des Familienunternehmens zu konsolidieren. Reuters

Personalwechsel bei Fidelity Investments: Damit erhält Präsidentin Abigail Johnson eine Gelegenheit, die Kontrolle des Familienunternehmens zu konsolidieren.

Ronald P. O'Hanley, Leiter Asset Management bei Fidelity Investments in Boston, verlässt nach weniger als vier Jahren in der Position die zweitgrößte US-Fondsgesellschaft. Damit erhält Präsidentin Abigail Johnson eine Gelegenheit, die Kontrolle des Familienunternehmens zu konsolidieren. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Mohamed El-Erian sich aus der Geschäftsführung von Pimco zurückzieht.

O'Hanley teilte am Mittwoch mit, er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich gemeinnützigen Organisationen widmen, bevor er eine neue berufliche Herausforderung in Betracht ziehen werde.

Wie aus einer separaten Mitteilung Johnsons am Mittwoch an die Mitarbeiter hervorgeht, ist geplant, einen internen Nachfolger für O'Hanley zu finden. Ein Name wurde nicht genannt.

O'Hanley war von Fidelity-Chairman Edward C. „Ned“ Johnson III an Bord geholt worden, als die Fondsgesellschaft damit zu kämpfen hatte, sich von der Finanzkrise 2008 zu erholen und Anleger aus aktiv verwalteten Aktienfonds – die traditionelle Stärke von Fidelity - flohen. Zwei Jahre später machte Johnson seine Tochter Abigail zu O'Hanleys Vorgesetzter und brachte sie als seine Nachfolgerin als Chairman in Position.

„Weil es ein Familienunternehmen ist, ist der Job als Nummer zwei eine Herausforderung“, sagt Russel Kinnel, Direktor der Investmentfondsanalyse bei Morningstar Inc. in Chicago, in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. „Historisch gesehen, ist das eine Position, in der die Leute nicht lange bleiben.“

Ende 2010 belief sich das Anlagevolumen von Fidelity auf 1,59 Billionen Dollar, Ende Oktober 2013 waren es zwar 1,7 Billionen Dollar. Doch Fidelity hat Terrain verloren an schneller wachsende Wettbewerber wie BlackRock Inc. aus New York und Vanguard Group Inc. aus Valley Forge, Pennsylvania.

Die Fidelity-Fonds lockten 2013 5 Mrd. Dollar an Anlagekapital an, im Vergleich zu 74,6 Mrd. Dollar bei Marktführer Vanguard, wie Daten von Morningstar zeigen.

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