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21.04.2013

20:17 Uhr

US-Investor

Pimco glaubt an die Macht der Notenbanken

ExklusivSolange keine „signifikanten Preisblasen“ drohen, werden die Zentralbanken in Japan und den USA ihr Geldpolitik fortsetzen, glaubt Pimco-Fondsmanager Kiesel. Langfristig würden die Notenbanken so ihre Ziele erreichen.

Die Federal Reserve Bank in New York. AP/dpa

Die Federal Reserve Bank in New York.

Mark Kiesel, einflussreicher Fondsmanager beim US-Investor Pimco, geht davon aus, dass die Zentralbanken in den USA und Japan langfristig ihr Ziel erreichen werden, die Vermögenspreise und gleichzeitig die Inflationsraten zu erhöhen. „Die Notenbanken werden den Krieg gewinnen“, sagte Kiesel in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

Mit der lockeren Geldpolitik und dem Ankauf von Staatsanleihen werden die Zentralbanken laut Kiesel weitermachen, solange sie noch keine „signifikanten Preisblasen bei Aktien, Immobilien, Rohstoffen und Unternehmensanleihen kreieren“. Noch sieht er diese Blasen nicht, hält indes die Aktienmärkte für „in Teilen sehr hoch bewertet“.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

USA

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China

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Japan

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Deutschland

S&P Rating: AAA
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Moody's Rating: Aaa
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Fitch Rating: AAA
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Frankreich

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Fitch Rating: AA+
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Vereinigtes Königreich

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Brasilien

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Italien

S&P Rating: BBB
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Moody's Rating: Baa2
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Fitch Rating: BBB+
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Russland

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Moody's Rating: Baa1
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Indien

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Kanada

S&P Rating: AAA
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Australien

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
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Spanien

S&P Rating: BBB
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Moody's Rating: Baa3
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Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Die verstärkten Käufe der Bank of Japan, die jährlich japanische Staatsanleihen über umgerechnet 410 Milliarden Euro kaufen will, werden laut Kiesel „eine Menge“ auf den Finanzmärkten bewirken. Er geht davon aus, dass japanische Anleger „nach und nach japanische Staatsanleihen abbauen, zugunsten von qualitativ hochwertigen globalen und US-Unternehmensanleihen“. Dies sei nur folgerichtig angesichts der niedrigen Renditen von nur gut einem halben Prozent für zehnjährige japanische Staatsanleihen und dem abwertenden Yen.

Kiesel selbst hält Unternehmensanleihen für „fair bewertet“. Skeptisch ist Kiesel, der bei Pimco weltweit für Anlagen in Unternehmensanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar verantwortlich ist, bei Konzernen aus den Branchen Technologie, Pharma, Versorger, Rüstung und Telekom.

Mark Kiesel ist Fondsmanager bei Pimco. Alex Kraus für Handelsblatt

Mark Kiesel ist Fondsmanager bei Pimco.

Viele Konzerne aus diesen Bereichen würden Anleihen begeben, um damit zum Beispiel Dividenden der Aktionäre zu finanzieren. Das sei schlecht für die Anleihebesitzer. Chancen sieht Kiesel dagegen vor allem bei Unternehmen, die vom aktuellen Boom um den US-Häusermarkt oder den Umwälzungen der US-Ölindustrie profitieren.

Von

cue

Kommentare (3)

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Marcus

21.04.2013, 21:21 Uhr

Bei allem gebotenen Respekt, aber Herr Kiesel ist reichlich naiv. An den Rohstoff-, Anleihen,- und Aktienmärkten haben sich schon längst umfassende Preisblasen gebildet, mit Ausnahme der Edelmetallmärkte.

Renditen von Unternehmensanleihen spiegeln überhaupt nicht mehr das Risiko wieder, genau wie diejenigen der Staatsanleihen, da diese von den großen Notenbanken durch umfangreiche Geldmengenausweitung verzerrt werden.

Herr Kiesel von Pimco hat natürlich ein Interesse daran auf die Notenbanken zu hoffen, denn sonst kann Pimco seine ganzen Anleihenfonds mit großen Verlusten in die Tonne treten.

Account gelöscht!

21.04.2013, 21:28 Uhr

"..dass die Zentralbanken in den USA und Japan langfristig ihr Ziel erreichen werden, die Vermögenspreise und gleichzeitig die Inflationsraten zu erhöhen"

Dass das passiert, da bin ich mir auch sicher

"Die Notenbanken werden den Krieg gewinnen"

Gegen wen? Gegen die Geschäftsbanken? Gegen die Staaten? Gegen die Realwirtschaft? Gegen die Bevölkerung?

Gegen die Schulden? Geld und Schulden sind in unserem System das gleiche, vielleicht hätte ihm das mal jemand erklären sollen. Wir werden Blasen in nie gekannten Größenordnungen sehen. Wenn diese platzen, dann wird das (wieder einmal) Banken, Staaten, Unternehmen und die Bevölkerung in den Abgrund reißen, ungefähr in dieser Reihenfolge. Aber diesmal endgültig. Nochmal alle retten und dann in vielfachen Größenordnungen wird nicht funktionieren.

Ja dann haben die Zentralbanken den Krieg gewonnen aber Pimco gibt´s dann auch nicht mehr

Sunny

22.04.2013, 08:54 Uhr

In den letzten 50 Jahren gab es unzählige Krisen, die sich angefühlt haben wie das Ende der (Finanz)Welt. Und doch sind die Börsen nie auf Null gesunken. Auch in den kommenden 20 Jahren wird es Krisen geben, vielleicht im Kern sogar schlimmer als alles, was bisher da war. Wieder wird ein Gros der Anleger panikartig verkaufen. Und trotzdem werden auch dieses Mal die Aktienmärkte nicht auf Null sinken. Im Gegenteil langfristig geht es trotz heftigen Dellen im weiter bergauf.

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