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07.03.2014

15:24 Uhr

US-Notenbank

Janet Yellen besänftigt Bondhändler

Bei der Geldpolitik tritt die neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, in die Fußstapfen ihres Vorgängers Ben S. Bernanke. Und der Anleihemarkt nimmt das zur Kenntnis.

Die Zahl der Anleihenkäufe ist gedrosselt. Doch die neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, verspricht, die Tapering-Politik fortzusetzen und die Finanzierungskosten niedrig zu halten. AFP

Die Zahl der Anleihenkäufe ist gedrosselt. Doch die neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen, verspricht, die Tapering-Politik fortzusetzen und die Finanzierungskosten niedrig zu halten.

FrankfurtDie Kennzahlen zur Volatilität, die auf Zins-Swaps basieren, sind in diesem Jahr deutlich gesunken. Sie nähern sich wieder dem Niveau an, das zuletzt im Mai vor den ersten Signalen aus der US-Notenbank für eine Drosselung ihrer Anleihekäufe - das so genannte “Tapering” - verzeichnet wurde. Das zeigt eine Auswertung von Bloomberg. Die Anleger befürchten, dass weniger Bondkäufe automatisch zu höheren Leitzinsen führen würden.

Die Rendite der zehnjährigen Treasuries ist seit dem 29. Monatshoch zu Jahresbeginn wieder gefallen, nachdem Janet Yellen zugesichert hatte, die Tapering-Politik ihres Vorgängers in „maßvollen Schritten” fortzusetzen und die Finanzierungskosten niedrig zu halten, um den US-Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Refinanzierungsbedarf der größten Staaten der Welt 2014

USA

Fällige Bonds: 3,1 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 218 Milliarden Dollar

Japan

Fällige Bonds: 2,4 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 87 Milliarden Dollar

Italien

Fällige Bonds: 468 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 79 Milliarden Dollar

Frankreich

Fällige Bonds: 410 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 61 Milliarden Dollar

Deutschland

Fällige Bonds: 268 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 39 Milliarden Dollar

Kanada

Fällige Bonds: 248 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 13 Milliarden Dollar

Großbritannien

Fällige Bonds: 181 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 75 Milliarden Dollar

China

Fällige Bonds: 143 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 58 Milliarden Dollar

Brasilien

Fällige Bonds: 121 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 24 Milliarden Dollar

Indien

Fällige Bonds: 85 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 47 Milliarden Dollar

Russland

Fällige Bonds: 10 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 11 Milliarden Dollar

„Die Anleihemärkte verstehen, dass Bernanke und Janet Yellen ins gleiche Horn stoßen“, sagt Neil Mackinnon, ein globaler Makro-Stratege von VTB Capital. Er war früher im britischen Schatzamt tätig. „Der Markt kauft ihnen die Idee ab, dass das Tapering keine geldpolitische Straffung ist.“

Treasuries haben in diesem Jahr einen Ertrag von 1,9 Prozent eingebracht. Im vergangenen Jahr war mit einem Minus von 3,4 Prozent der schlimmste Jahresverlust seit 2009 verzeichnet worden.

„Ein Großteil der Volatilität bei den Zinsen im Jahr 2013 war von der Unsicherheit über den Politik-Ausblick der Federal Reserve getrieben“, sagt Jake Lowery, Vermögensverwalter bei ING U.S. Investment Management. In diesem Jahr werde „die relative Sicherheit über den kurzfristigen Kurs der Fed- Politik einen eigenen dämpfenden Effekt haben“.

Kommentare (3)

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07.03.2014, 16:40 Uhr

Was soll die Frau auch tun?
Ihr Vorgänger-Mann hat das so angerichtet.
Yellen schafft das nie daraus, jede Wette.

Account gelöscht!

07.03.2014, 20:35 Uhr

Nicht nur ihr Vorgänger. Frau Yellen hat alle vorherigen Beschlüsse mit ihrer Zustimmung mitgetragen. Das ist der Preis der Karriere. Man darf keine eigene Meinung haben.

Account gelöscht!

07.03.2014, 20:39 Uhr

Auch heute kann man am Tages-Chart des Goldpreises www.kitco.com ganz deutlich sehen, dass der Goldpreis vollkommen neutral ermittelt wird und keine Spur von Manipulation zu erkennen ist. :-) Tja Frau Yellen, aus der Nummer kommen sie nicht mehr raus. Und wenn Herr Obama noch einen Flugzeugträger ins Schwarze Meer verlegt, würde ich anstelle von Herrn Putin den Chinesischen Staatschef anrufen und ihn fragen, ob er nicht für ein paar 100 Mrd. US Treasuries verkaufen könne. :-) Dann sind die USA mit ihrer Hegemonialpolitik nämlich am Ende. Dann bemerkt endlich jeder, dass die USA insolvent sind.

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