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27.01.2008

11:29 Uhr

US-Notenbank tagt

Dax-Ausblick: Bilanzen sind Nebensache

Der Kurssturz der vergangenen Woche hat die Bilanzsaison an den Aktienbörsen zur Nebensache gemacht. „Banken, Banken und nochmal Banken“ sei alles, worauf man schaue, fasst ein Börsianer den Blick auf die nächste Woche zusammen. Angesichts von Subprime-Krise und dem Fall Société Générale bleibt die Kreditwirtschaft im Zentrum des Sturms.

Dax-Ausblick: In der kommenden Woche zählen nur die Nachrichten von Banken. Quelle: Handelsblatt.com Handelsblatt

Dax-Ausblick: In der kommenden Woche zählen nur die Nachrichten von Banken. Quelle: Handelsblatt.com

HB FRANKFURT. Erst Anfang Februar stehen die Zahlen der deutschen Banken an. Bis dahin werde aber alles auf die Auswirkung auf den Bankensektor abgeklopft – so auch die Taten und Worte der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch über die weitere Zinspolitik entscheidet.

Entsprechend vorsichtig sind denn auch die Prognosen für den Dax. „Sollte es keine neuen Hiobsbotschaften aus dem Bankensektor geben, könnte sich der Dax um die 7 000 Punkte stabilisieren“, wagt Tobias Basse von der NordLB eine Prognose.

In dem noch jungen Jahr hat der Leitindex schon einiges hinter sich gebracht: In der Spitze brach er von 8 100 Punkten am ersten Handelstag 2008 bis auf 6 384 am vergangenen Mittwoch ein – ein Absturz von über 20 Prozent, der Gewinn des ganzen Jahres 2007 und ein paar Wochen vom Dezember des Vorjahres einfach ex und hopp.

Sollte der Dax die Woche mit 6 950 Punkten schließen, beliefe sich das Minus auf verglichen damit moderate fünf Prozent. Kein Wunder, dass die Strategen also für die nächste Woche vorsichtig sind. „Es bleibt volatil“, ist die einhellige Antwort auf die Frage nach der Dax-Entwicklung. „Wir gehen davon aus, dass sich die eingetrübte Stimmung, die vor allem auf mangelndem Vertrauen in die Märkte basiert, kurzfristig wieder aufhellt“, sagt Andreas Utermann, Chef-Aktienstratege von Allianz Global Investors, voraus. Deswegen sei zu erwarten, dass der Dax kurzfristig nicht weiter absacke und eine zwei- bis dreiwöchige Verschnaufpause anstehe. Spätestens danach kehre aber die Volatilität zurück, bei denen die Kurse weiter fallen könnten.

Die charttechnische Situation untermauert diese Perspektive. Mit dem Fall unter 6 400 Punkte am Mittwoch hat der Dax die Verkaufssignale aus dem Bruch des Unterstützungsbereichs zwischen 7 400 und 7 200 Punkten zunächst abgearbeitet. Das gilt nicht nur für den Index, sondern auch für viele Einzeltitel, so für die Aktien der Allianz, die bereits lange vor dem Dax eine Trendwende-Formation eingeleitet hatten. Am Freitagmittag steht der Dax bei gut 6 950 Punkten. Sollte er auf diesem Niveau aus der Woche gehen, würde der Wochenchart ein starkes Umkehrsignal in Form eines so genannten Hammers erzeugen. Dieses würde gegen schnelle weitere Rückschläge sprechen.

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