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08.01.2013

14:43 Uhr

US-Staatsanleihen

Das Vertrauen der Investoren schwindet

Anleger warten mit Spannung auf drei Auktionen von Staatsanleihen der USA. Heute möchte sich die Vereinigten Staaten mit frischem Geld versorgen. Das Interesse an US- Bonds nimmt aber ab. Springen die Investoren ab?

Ein US-amerikanischer Dollar-Schein scheint durch die US-Flagge: Anleihen der größten Volkswirtschaft der Welt sind aktuell wenig attraktiv. dpa

Ein US-amerikanischer Dollar-Schein scheint durch die US-Flagge: Anleihen der größten Volkswirtschaft der Welt sind aktuell wenig attraktiv.

Die Vorzeichen stehen schlecht. US-Staatsanleihen legten 2013 den schlechtesten Start in ein neues Jahr seit 2009 hin. Die holprige Umschiffung der Fiskalklippe im US-Haushaltsstreit sorgt ebenso für Zurückhaltung wie restriktive Signale der Notenbank. Die Federal Reserve zaudert bei weiteren Bondankäufen. Investoren weltweit bereiten sich darauf vor, bei den drei in dieser Woche anstehenden Auktionen von US-Treasuries ihre Gebote abzugeben.

Keine guten Argumente für einen Einstieg, zumal die Staatsanleihen der größten Volkswirtschaft der Welt den Anlegern seit Jahresbeginn einen Verlust von 0,7 Prozent beschert, wie aus Indizes von Bank of America Merrill Lynch hervorgeht. Das war der stärkste Rückgang innerhalb der ersten Woche eines Jahres, seit das US-Finanzministerium vor vier Jahren die Emission von Anleihen angekurbelt hatte, um die Rezession einzudämmen.

„Die Fed könnte das Volumen der Treasury-Käufe reduzieren, wenn die Wirtschaft wächst”, sagt Kei Katayama, der für Daiwa Investments in Tokio in Anleihen investiert. „Die Renditen werden steigen, aber nur schrittweise.”

Die Rendite der zehnjährigen US-Benchmark-Anleihe lag am Dienstagmittag wenig verändert bei 1,90 Prozent. Katayama meidet nach eigener Aussage längere Laufzeiten. Diese Anleihen dürften die stärksten Kursverluste verzeichnen, wenn die Renditen steigen. Und die Rendite zehnjähriger Treasuries wird bis Ende 2013 wohl auf 2,14 Prozent zulegen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Ökonomen ergab.

US-Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren oder länger verzeichneten im vergangenen Monat einen Verlust von 4,2 Prozent. Das war in Landeswährung laut Bloomberg die weltweit schlechteste Entwicklung unter allen nennenswerten Staatsanleihen.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Politik verunsichert aktuell die Anleger. Die USA haben ihre gesetzlich festgelegte Schuldenobergrenze am 31. Dezember erreicht. Seither musste das Finanzministerium auf außerordentliche Maßnahmen zurückgreifen, um die Regierung zu finanzieren. Die freigewordenen Mittel reichen aber nur bis etwa Mitte Februar, schätzt das Haushaltsbüro des Kongresses.

Kommentare (1)

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Hagbard_Celine

08.01.2013, 16:04 Uhr

Anleihen lohnen sich erst dann wieder, wenn sich der Markt normalisiert hat und die Rendite hochwertiger 10 jähriger Anleihen 2/3 der Aktienrendite entspricht.

Dann lohnt es sich 1/2 des Kapitals in Anleihen umzuschichten, kein bisschen früher.

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