Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.09.2016

20:28 Uhr

Varta plant Comeback

Batterie-Hersteller will zurück an die Börse

Varta arbeitet an einer Rückkehr an die Börse, wie Insider berichten. Der Batterie-Hersteller war jahrzehntelang der Grundstock des Geschäfts der Industriellenfamilie Quandt. Sie hatte den Konzern 2002 zerschlagen.

Das Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern setzt nach Angaben des Eigentümers rund 200 Millionen Euro um. dpa

Varta-Werk in Hannover

Das Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern setzt nach Angaben des Eigentümers rund 200 Millionen Euro um.

FrankfurtDer Batterie-Hersteller Varta strebt Finanzkreisen zufolge zurück an die Börse. Der Eigentümer der Varta Microbattery, die Holding Montana Tech des österreichischen Investors Michael Tojner, arbeite mit Investmentbankern an einem Börsengang, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen könnte dabei Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres 150 bis 200 Millionen Euro einsammeln. Der Unternehmenswert wird auf 400 bis 600 Millionen Euro taxiert. „Wir prüfen ständig Finanzierungsoptionen für alle unsere Beteiligungen“, sagte eine Sprecherin von Montana Tech nur. Varta war nicht erreichbar.

Das Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern setzt nach Angaben des Eigentümers rund 200 Millionen Euro um und kommt laut Insidern auf einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 30 Millionen Euro. Varta Micro stellt Batterien und Knopfzellen für Hörgeräte und Kopfhörer, Uhren und Kameras her. Die größten Hoffnungen setzt Varta aber auf Batterien, in denen die Energie gespeichert werden kann, die auf Solardächern gewonnen wird.

Weniger Börsengänge in den USA: Keine Lust auf die Quartalshektik

Weniger Börsengänge in den USA

Premium Keine Lust auf die Quartalshektik

Amerikas Manager hecheln von Quartal zu Quartal – darunter leidet die langfristige Entwicklung ihrer Unternehmen. Doch nun setzt ein Umdenken ein. Ein Zeichen sind die abnehmenden Börsengänge. Eine Analyse.

Die 1904 gegründete Varta war jahrzehntelang der Grundstock des Geschäfts der Industriellenfamilie Quandt, die auch an BMW beteiligt ist. Der Name Varta ist eine Abkürzung für „Vertrieb, Aufladung und Reparatur transportabler Akkumulatoren“. Die Quandts hatten den Batteriekonzern 2002 zerschlagen.

Das größere Geschäft mit Autobatterien ging damals an den US-Autozulieferer Johnson Controls. Das Geschäft mit Haushalts-Batterien wurde an Rayovac (heute Spectrum Brands ) verkauft. Für Varta Microbattery hatte Tojner 2007 rund 30 Millionen Euro bezahlt, später kaufte er auch die Holding Varta AG hinzu und nahm sie von der Börse.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×