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30.01.2007

09:32 Uhr

Verbriefung von Ticket-Einnahmen

Manchester United plant Spezial-Bond

Manchester United (ManU), der Fußballclub mit dem weltweit zweithöchsten Umsatz, plant nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg, eine verbriefte Anleihe aufzulegen, die mit zukünftigen Einnahmen aus Ticket-Verkäufen besichert ist.

LONDON. Finanzkreisen zufolge prüfen die Deutsche Bank und die Royal Bank of Scotland für ManU die Emission von so genannten Asset Backed Securities (ABS).

Über besicherte Anleihen sparen Unternehmen Kosten, weil Investoren für diese Papiere weniger Zinsen verlangen als für herkömmliche unbesicherte Bonds oder Kredite. ManU muss bis zu 20 Prozent Zinsen auf Kredite zahlen, die der US-Milliardär Malcolm Glazer 2005 zur Finanzierung der Übernahme des Klubs für 1,4 Mrd. US-Dollar (rund 1,1 Mrd. Euro) aufgenommen hat.

ManU – derzeitiger Tabellenführer in der Premier-League – folgt dem Vorbild des britischen Clubs Arsenal London, der im vergangenen Sommer als erster europäischer Fußballverein eine mit Ticket-Einnahmen besicherte ABS über 210 Mill. Pfund begab und damit die Zinskosten halbierte.

Vor Arsenal haben mit Hilfe des Beraters Stephen Schechter Clubs wie Newcastle United, Leeds United und Leicester City Ticket-Einnahmen vorab zu Geld gemacht. Dabei handelte es sich um privat platzierte Bonds, die nur an wenige Investoren gingen. In Deutschland gibt es ein solches Papier vom FC Schalke 04.

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