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05.08.2014

10:33 Uhr

Volle Kasse

Buffett gehen die Ideen aus

Warren Buffett hat ein Problem: Der US-Investor verfügt über 50 Milliarden Dollar – so viel wie noch nie. Doch es gibt kaum noch attraktive Unternehmen, die er kaufen könnte. Wo schlägt der Milliardär als Nächstes zu?

Investor Warren Buffett: Seine Firma Berkshire Hathaway muss knapp 900 000 Dollar bezahlen. Reuters

Investor Warren Buffett: Seine Firma Berkshire Hathaway muss knapp 900 000 Dollar bezahlen.

New YorkNoch nie hat Warren Buffett so viel Geld zum Ausgeben gehabt. Die Barreserven seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway haben Ende Juni die Marke von 50 Milliarden Dollar überstiegen. Damit liegen sie erstmals über diesem Niveau, seit Buffett vor mehr als vier Jahrzehnten Vorsitzender und Vorstandsvorsitzender wurde.

Was wird Buffett mit dem Geld anfangen? Plant er bereits die nächsten Milliardenkäufe? In den letzten Jahren hat Buffett einige seiner größten Deals über die Bühne gebracht, darunter die Übernahme der Eisenbahngesellschaft BNSF im Jahr 2010. Doch nun scheinen dem 83-Jährigen die Ideen auszugehen. Die Größe von Berkshire ist mittlerweile ein Hindernis geworden, weil nur wenige Unternehmen groß genug sind, um ins Beuteschema zu passen.

„Ich glaube nicht, dass die Liste seiner ‚attraktiven Übernahme-Kandidaten‘ besonders umfangreich ist“, sagt David Rolfe, Chief Investment Officer bei Wedgewood Partners.

Buffett gilt als Investor, der auf eine günstige Gelegenheit wartet, um ein Unternehmen zu einem attraktiven Preis zu kaufen. In der Vergangenheit hat er gezeigt, dass er schnell zuschlagen kann, wenn sich Chancen bieten. Anfang 2013 kaufte er zusammen mit der Buyout-Gesellschaft 3G Capital den Ketchup-Hersteller Heinz für fast 30 Milliarden Dollar. Doch die besten Deals findet ein Value-Investor, wenn die Kurse am Boden sind. Aktuell ist genau das Gegenteil der Fall. Der Standard & Poor‘s 500 Index hat sich gegenüber dem Tief von 2009 fast verdreifacht.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Einerseits spülen die Gewinne Berkshire jeden Monat über eine Milliarde Dollar in die Kasse – im zweiten Quartal dieses Jahres stieg der Nettogewinn um 41 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Andererseits stellt dies ihren CEO vor die Herausforderung, etwas Sinnvolles mit dem Geld anzufangen.

Kommentare (3)

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Herr peter Spirat

05.08.2014, 11:03 Uhr


USA: Wirtschaft brummt -
und wie geht es der Bevölkerung?


Der Wirtschaft geht es gut. Den Amerikanern nicht.

Dabei sind diese eigentlich als Daueroptimisten bekannt. Bisher scheint der Aufschwung an der Bevölkerung vollkommen vorbei zu gehen, zumindest in den Köpfen.

Allmonatlich werden tausende Amerikaner befragt, wie sie ihre Situation einschätzen und wie sie die Zukunft sehen. Bei der Frage, wie die finanzielle Situation auf Sicht von 6 Monaten beurteilt wird, glauben lediglich 23%, dass sie sich verbessern wird. Das sind genauso viele wie Anfang 2013. Trotz höheren Wachstums und trotz geringerer Arbeitslosenquote kommt kein Optimismus auf. 26% gehen sogar davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation verschlechtern wird.

Damit sind 3% der Amerikaner im Juli pessimistischer gewesen als noch vor einem Monat.

Herr hanz jyrgen

05.08.2014, 18:20 Uhr

HR. Buffet'
Hier mein Tipp :
Kaufen Sie doch mit Ihrem Berg voller Geld
doch den Silbermarkt leer !!!
Würde mich darüber auch etwas freuen !:-)

Herr Freund Hein

05.08.2014, 20:04 Uhr

Man kann es ja mal versuchen.
Vielleicht heilt Mighty Uke Buffet ja die Wunden, die Ihnen dieses fallende Messer geschlagen hat.

No Risk, no fun.

Ansonsten ist der Artikel herzlich belanglos. In Warren's Kopf hat die NSA noch keine Wanze. Der macht das einzig richtige: den Kasper geben, damit einen niemand ausrechnen kann.
Das die 50 Mrd.$ heute ein mikroskopischer Wert sind im Vergleich zu 50 Mrd.$ 1974 sollte der Red. einer Wirtschaftspostille eigentlich wissen. Den ganzen Sermon kann man also unbeachtet liegen lassen.

Die Nachricht ist: Warren hält sein Pulver trocken, weil alles auch nur ansatzweise Interessante viel zu teuer ist.
Lasst den Dow doch erst mal um 20 - 50 % einbrechen. Dann könnt ihr sehen, wozu Barreserven gut sind: um Sachen zu kaufen, die einen inneren Wert haben, die aber wegen der Idiotie der Menschen (Märkte sind Psychologie!) momentan keiner kaufen möchte. Jedenfalls von den Menschen, die die Penunse locker machen könnten.
Die nächste Krise kommt bestimmt.

Übrigens: im Frühjahr (kalendarisch: Winter) hatte ich auch mal so einen Verdacht. Ich habe dann blöderweise abgestoßen, als ich nach einem ermüdenden 3/4 Jahr mit 10 % im Plus war. Statt unterdessen bei 82 € nachzukaufen.
Und jetzt reibe ich mir die Augen: da kommt ja doch noch was.

So lange Mighty Uke nicht schlechter arbeitet als dieses Jahr, sollte man weiter Gelegenheiten nutzen seine Firma zu akkumulieren.

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