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01.09.2014

09:45 Uhr

Vor EZB-Sitzung

Anleihen aus Krisenländern bleiben gefragt

Der Run auf Anleihen aus der europäischen Peripherie hält weiter an: Vor einem EZB-Treffen sind die Papiere weiter stark gefragt. Zehnjährige Bundesanleihen bringen hingegen immer weniger.

Euromünzen und Schweißbrenner: Bonds aus der europäischen Peripherie setzen ihren positiven Trend fort, während Bundesanleihen sinken. dpa

Euromünzen und Schweißbrenner: Bonds aus der europäischen Peripherie setzen ihren positiven Trend fort, während Bundesanleihen sinken.

Zehnjährige Bundesanleihen waren am Montag fest. Den August hatten Bunds mit dem achten Monatsgewinn in Folge beendet. Spekulationen über potentielle Ausweitungen der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hatten die Papiere in den vergangenen Wochen unterstützt. Der EZB-Rat tagt am Donnerstag dieser Woche.

„Nach dem Erreichen neuer Höchststände in der vergangenen Woche könnte die Rally in Bunds eine Verschnaufpause einlegen, denn Draghi könnte diese Woche die Erwartungen wahrscheinlich enttäuschen”, schreiben Commerzbankanalysten Benjamin Schröder und David Schnautz in einer Einschätzung. In dieser Woche könnten US-Daten nach dem US-Feiertag weiter für Gegenwind sorgen, während die geopolitische Risiken Abwärtsbewegungen in Schach halten sollten.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zuletzt bei 0,99 Prozent einen Basispunkte niedriger. Am Terminmarkt fiel der Bund-Future um einen Basispunkt auf 151,54 Prozent. Auch zehnjährige Anleihen aus Spanien und Italien legten zu und rentierten zuletzt je drei Basispunkte höher. Zuvor waren Daten zu Einkaufsmanagerindizes in Spanien schwächer als erwartet ausgefallen waren. Die Rendite von US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit war zuletzt kaum verändert bei 2,34 Prozent.


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