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14.01.2013

13:14 Uhr

Vor neuen Konjunkturdaten

Kurse von Bundesanleihen steigen

Die Kurse von Bundesanleihen sind am Montag leicht gestiegen, etwas stärker fielen die Gewinne bei den Treasuries aus. Im Fokus des Marktinteresses stehen Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum.

Die Industrieproduktion könnte im November erstmals seit drei Monaten gestiegen sein. dpa

Die Industrieproduktion könnte im November erstmals seit drei Monaten gestiegen sein.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 1,55 Prozent drei Basispunkte niedriger. Am Terminmarkt zog der Bund-Future um 37 Basispunkte auf 142,68 Prozent an. Die Rendite von zehnjährigen US-Bonds fiel um vier Basispunkte auf 1,85 Prozent.

Im Fokus des Marktinteresses stehen am heutigen Montag neue Konjunkturdaten. Im Euroraum wurden neue Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, die schwächer als erwartet ausfielen. Im November ist die Industrieproduktion in den 17 Ländern der Währungsunion um durchschnittlich 0,3 Prozent zum Oktober gefallen, während Ökonomen einer Bloomberg-Umfrage zufolge mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet hatten.

Hingegen standen italienische und spanische Papiere unter Abgabedruck. In Italien ist die Industrieproduktion im November stärker als erwartet gesunken. Zehnjährige italienische Bonds rentierten bei 4,14 Prozent zwei Basispunkte höher. Die Rendite von spanischen Anleihen gleicher Laufzeit stieg um sieben Basispunkte auf 4,92 Prozent.

„Es findet möglicherweise eine leichte Korrektur“ bei italienischen und spanischen Bonds statt, sagte Elisabeth Afseth, Analystin für festverzinsliche Papiere bei Investec Bank Plc in London. „Ich bezweifle, dass es zu einer größeren Trendwende kommen wird. Nur wenn es anhaltende Rückschläge und schwache Konjunkturdaten gibt, dürften sie in Mitleidenschaft gezogen werden.“

In den USA dürften neue Inflationsdaten zeigen, dass die Verbraucherpreise im Dezember unverändert waren und damit keine Inflationsgefahr droht. Das signalisiert auch die Kursentwicklung der inflationsgeschützten US-Papiere (TIPS). Während die TIPS in jedem Jahr seit der Finanzkrise 2008 besser abgeschnitten haben als konventionelle Staatsanleihen, verlieren sie nun an Attraktivität, da die Teuerung gedämpft bleibt. Im vergangenen Monat haben die inflationsgeschützten Anleihen den Anlegern einen Verlust von 1,6 Prozent beschert, verglichen mit einem Minus von 0,9 Prozent für Bonds ohne diese Absicherung, zeigen Indizes von Bank of America Merrill Lynch.

Am Primärmarkt will Frankreich bis zu 7,2 Mrd. Euro über drei Papiere mit Laufzeiten von 84, 147 und 357 Tagen aufnehmen. Zehnjährige französische Bonds rentierten zuletzt bei 2,14 Prozent einen Basispunkt niedriger.

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