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31.10.2013

08:06 Uhr

Während Ermittlungen

JP Morgan beurlaubt Devisenhändler-Chef

Die US-Großbank JP Morgan beurlaubt ihren leitenden Devisenhändler in London. Ein Datum für seine Rückkehr gibt es nicht. Die Aufsichtsbehörden untersuchen derzeit eine mögliche Manipulation am Markt.

Im gegenseitigen Einvernehmen wurde der Devisenhändler beurlaubt. Ihm wird allerdings scheinbar weder ein Fehlverhalten vorgeworfen, noch sei er suspendiert. Reuters

Im gegenseitigen Einvernehmen wurde der Devisenhändler beurlaubt. Ihm wird allerdings scheinbar weder ein Fehlverhalten vorgeworfen, noch sei er suspendiert.

Die US-Großbank JPMorgan hat ihren leitenden Devisenhändler in London, Richard Usher, beurlaubt - während die Aufsichtsbehörden derzeit eine mögliche Manipulation am Markt untersuchen. Das erfuhr Bloomberg News am späten Mittwoch von zwei Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind.

Usher wurde demnach vor zwei Wochen im gegenseitigen Einvernehmen beurlaubt. Ein Datum für seine Rückkehr gebe es nicht. Ihm wird weder ein Fehlverhalten vorgeworfen, noch sei er suspendiert worden, sagten die Personen. Usher reagierte weder auf E-Mails noch Anrufe mit der Bitte um eine Stellungnahme. Finanzaufseher nehmen Kreisen zufolge derzeit einen Gruppen-Chat von leitenden Händlern bei Banken wie Barclays, Citigroup, Royal Bank of Scotland und UBS unter die Lupe. Die Prüfung der Sofortmitteilungen finde im Zusammenhang mit einer möglichen Manipulation Marktes statt, sagten in diesem Monat vier mit dem Vorgang vertraute Personen gegenüber Bloomberg News.

Die Teilnehmer des Chats, die sich offenbar selber „das Kartell“ nannten, sollen Informationen über Positionen und Kundenaufträge ausgetauscht haben. Usher und Matt Gardiner, der bei Barclays und UBS tätig war, gehörten dieser Gruppe an, sagten drei Personen. Auch Gardiner, der nun für Standard Chartered Plc arbeitet, wurde beurlaubt.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Usher war - bevor er im Jahr 2010 bei JPMorgan anfing - für RBS tätig. Die britische Bank habe Kopien der Gruppenkonversationen bei der Aufsichtsbehörde Financial Coduct Authority (FCA) eingereicht, nachdem sie zu dem Schluss gekommen sei, der ehemals leitende Händler habe zu viele Informationen an die Wettbewerber weitergegeben, verlautete aus Kreisen. Am Devisenmarkt werden täglich 5,3 Billionen Dollar umgesetzt. In den USA, der Europäischen Union, Großbritannien und der Schweiz finden Untersuchungen zu möglichen Manipulationen des Devisenmarkts statt.

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