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28.11.2011

13:38 Uhr

Währung klettert

Euro-Hoch dank Hoffnung auf Krisenlösung

Hoffnungen auf eine Lösung der Euro-Krise haben der Gemeinschaftswährung einen Aufwind beschert. Auch am Rentenmarkt gab es Entspannung - trotz des IWF-Dementis, das kriselnde Italien mit Krediten unterstützen zu wollen.

Die Anleger ignorieren, dass die Chancen auf IWF-Hilfe für Italien von Analysten als eher gering eingestuft werden. dpa

Die Anleger ignorieren, dass die Chancen auf IWF-Hilfe für Italien von Analysten als eher gering eingestuft werden.

FrankfurtHoffnungen auf eine Lösung der Euro-Krise haben am Montag den Euro angetrieben. Die Gemeinschaftswährung kletterte um etwa eineinhalb Cent auf Kurse knapp unter 1,34 Dollar. Dabei ignorierten die Anleger, dass die Chancen auf IWF-Hilfe für Italien von Analysten als eher gering eingestuft werden.

Ein Sprecher des Internationalen Währungsfonds (IWF) dementierte einen Bericht der italienischen Zeitung „la Stampa“, wonach der Fonds Hilfen im Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro für die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone erwägt. „Der IWF hat gar nicht so viel Geld zur Verfügung, aber die Anleger setzen offenbar trotzdem drauf“, sagte Klaus Göltitz, Händler bei MM Warburg. „Ich vermute, das ist nur ein Zwischenhoch für den Euro.“

Die Gemeinschaftswährung war in der vergangenen Woche nach einer schlecht gelaufenen Auktion deutscher Staatspapiere unter Druck geraten. Viele Marktteilnehmer hätten die etwas bessere Stimmung zum Wochenanfang für die Eindeckung von Positionen benutzt, erklärte ein Händler in London. Auslöser dafür sei auch der Rückgang der Renditen italienischer, belgischer und französischer Staatsanleihen gewesen. Italien und Belgien zapften am Montag die Finanzmärkte für frisches Geld an.

Der Verkauf inflationsindexierter Anleihen im Volumen von 567 Millionen Euro durch Italien stieß auf rege Nachfrage, die Papiere mit einer Rendite von 7,3 Prozent waren 2,16-fach überzeichnet. Auch Belgien zapfte den Kapitalmarkt an und brachte Papiere mit Laufzeiten von bis 2041 durchweg mit Renditen von unter sechs Prozent an den Mann. Dies drückte die Renditen am Sekundärmarkt etwas.

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