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09.07.2012

09:18 Uhr

Währungen

Euro verharrt auf Zweijahrestief

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel ist der Euro auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. I n der vergangenen Woche hatte er bereits vier Cent verloren.

Der Euro ist zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. dpa

Der Euro ist zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen.

Sydney/BrüsselDer Euro hat sich zu Wochenbeginn nur geringfügig erholt. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2290 US-Dollar und damit nur etwas mehr als zum Wochenausklang. Ein Dollar war zuletzt 0,8075 Euro wert. Mit 1,2255 Dollar war der Euro in der Nacht zum Montag auf ein neues Zwei-Jahres-Tief gefallen. Ein Dollar war zuletzt 0,8132 Euro wert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2377 (Donnerstag: 1,2426) Dollar festgesetzt.
Der Euro steht derzeit stark unter Druck. Allein in der vergangenen Woche hatte er vier Cent an Wert verloren. Belastet hatte, dass die EZB zwar ihren Leitzins auf ein Rekordtief senkte, jedoch keine zusätzlichen Hilfen für den Bankensektor Europas in Aussicht stellte. Zudem hatten am Freitag Zahlen vom US-Arbeitsmarkt abermals enttäuscht. Was normalerweise für Druck auf den Dollar sorgt, stützt die US-Währung in Krisenzeiten, weil der Dollar als weltweite Reservewährung gilt.


Am Montag richten sich die Blicke der Investoren nach Brüssel. Dort werden die Finanzminister des Euroraums zusammenkommen, um die Details der jüngsten Gipfelbeschlüsse auszuhandeln. Konflikte dürften programmiert sein, hatten doch unlängst Finnland und die Niederlande wichtige Entscheidungen infrage gestellt.

Von

rtr

Kommentare (6)

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so_what

09.07.2012, 05:01 Uhr

Welch ein Wunder, oh, der EURO schmiert ab....

Die anglo-amerikanische Finanzmafia hat sich doch bereits seit längerem auf den Absturz vorbereitet und sitzt bereits auf dicken Gewinnen.

Schon vor Tagen wurde im Börsen-TV gesagt, nun gelte es, die 1,20 zu verteidigen. Na die Parität zum $ schaffen wir sicher auch noch. Und eine Pleite eines Euro-Staates ebenso. Und die Finanz-Mafia hat wieder alles richtig gemacht und neue Milliardäre kreiert...

Nach Roubini werden wir noch mehr Federn lassen, er sprach von 20-30 %...

Merkel sagte in Frankreich ganz aktuell: Europa ist "mehr als Währung", ja warum verteidigt man denn noch die Währung? Ist doch eh alles egal, oder?

Und Merkel und Hollande zelebrieren sogar auch wie gehabt bei Sarkozy nun Küßchen hier und da, man ist sich wieder so nah und ganz einig. Freundschaft eben....

Unsere Politiker sind auf eine Schauspielbühne abgedriftet und merken es nicht einmal.

Klartext

09.07.2012, 05:55 Uhr

Europa bietet ein lohnendes Angriffsziel. Das der Euro nicht gestützt wird ist unwahr, denn die SNB (Schweizer Nationalbank) kauft doch Euro wie besoffen, um ihre selbst gewählte Verteidigungslinie von 1,20 zum Euro durchzuziehen, koste es was es wolle. Ohne die Schweizer sähen die Währungsparitäten vermutlich viel schlechter aus, da die Kernschmelze des Euro schon eingesetzt hat.
So gesehen hat sich der Euro gegenüber dem USD relativ gut gehalten. Sollten die Schweizer allerdings erkennen, dass sie ihre Strategie in Zukunft nicht durchhalten können, dann wird es wirklich eng. Die Inflation wird dann schlagartig in Deutschland ansteigen. 5 bis 8 Prozent sind durchaus möglich und sehr wahrscheinlich, da die Politik die Inflation will. Falls den Zauberlehrlingen allerdings
die Kontrolle entgleitet, ist auch viel mehr drin – dann wird es richtig spannend!

mon_y.burns@dynip.name

09.07.2012, 06:11 Uhr

Ich hab nichts gesehen ...

http://dynip.name/20120709-0608-ecbint.jpg

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