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26.05.2013

10:02 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Anleger hoffen auf Erholung

Einmal durchatmen: Die Anleger an der Wall Street müssen sich von einem überraschenden Einbruch erholen. Experten erwarten, dass die Geldflut der Fed die Märkte stützen wird. Doch Investoren haben ihre eigenen Sorgen.

Viele Marktstrategen bleiben für die kommenden Wochen optimistisch. ap

Viele Marktstrategen bleiben für die kommenden Wochen optimistisch.

Frankfurt/New YorkNach dem herben Einbruch an den weltweiten Börsen werden Aktienanleger wohl noch einige Tage für die Rekonvaleszenz brauchen. „Der Schock sitzt tief und muss erst einmal verarbeitet werden“, sagt Marktstratege Tobias Basse von der NordLB. „Ich erwarte keinen neuerlichen Absturz der Märkte, aber neue Höchststände werden wohl nicht mehr so zackig aufeinanderfolgen.“

Die Geldflut der Notenbanken werde die Börsen jedoch weiter stützen. Zugleich wächst unter den Anlegern allerdings die Sorge, dass die US-Notenbank Fed den Liquiditätsfluss doch in absehbarer Zeit drosseln könnte.

Am Donnerstag war der japanische Aktienmarkt um mehr als 1000 Punkte und damit so stark wie zuletzt nach der Atomkatastrophe von Fukushima abgerutscht. Auslöser waren pessimistisch stimmende Industriedaten aus China. Die Börsen rund um den Globus wurden von der Talfahrt in Tokio mitgerissen.

Dem EuroStoxx50 und dem US-Leitindex Dow Jones hat der Rutsch am Donnerstag die Wochenbilanz verhagelt. Beide Indizes waren bis dahin ebenfalls vier Wochen in Folge auf Rekordjagd. Der Dow-Jones hatte noch am Mittwoch ein Allzeithoch von 15.542,4 Punkten markiert. Am Freitag konnte der Dow anfängliche Verluste wieder gutmachen und schloss mit einem hauchdünnen Plus von 0,1 Prozent bei 15.303 Zählern.

Markierte die Entwicklung der vergangenen Woche einen Wendepunkt oder wird sie nur als eine Delle im langanhaltenden Aufwärtstrend zurückbleiben? Diese Frage stellen sich auch viele US-Investoren angesichts der bereits ungewöhnlich langen Rally. Doch viele Marktstrategen bleiben für die kommenden Wochen optimistisch.

„Investoren sind nach dem Zwischenfall jetzt sehr nervös, aber letzten Endes war der Einbruch ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit“, sagt Basse. „Er hat gezeigt, dass der Aktienmarkt keine Einbahnstraße ist.“ So lang die globalen Notenbanken die Märkte weiter mit Geld fluten, sei allerdings kein allzu starkes Verlustrisiko auszumachen. Alternativen zu Aktien seien schwer zu finden.

Kommentare (6)

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26.05.2013, 10:40 Uhr

Sagenhaft steigende Kurse müssen auch irgendwann einmal zu fallenden Kurse führen. Aber warum soll das einen Investor (und institutionellen Anleger) der im DAX seit dem technischen Kaufsignal zw. 6300 bis 6500 Ende Juni/Anfang Juli (respektive im DOW zwischen 12000 bis 12500), bzw. seit dem Nachlader für Spätzünder bei ca. 7000 im November (respektive im DOW bei ebenfalls nochmal die Chance bei ca. 12500) eingestiegen ist (alles Plain Vanilla), interessieren ?

Solange die 200 Tage-Durchschnittslinien (DAX und DOW, respektive Einzeltitel) halten, besteht für ihn keinerlei Handlungsbedarf in seinem Depot etwas zu ändern. Wann und ob überhaupt jemand seine Positionen (zwischendurch) absichern möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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26.05.2013, 11:19 Uhr

Nach dem herben Einbruch an den weltweiten Börsen werden Aktienanleger wohl noch einige Tage für die Rekonvaleszenz brauchen. „Der Schock sitzt tief und muss erst einmal verarbeitet werden“ - solcher Quatsch! jeweils ca. 250 Punkte bei DAX und Dow Jones ist alles andere als ein herber Einruch, wenn die massiven liquiditätsgetriebenen Anstiege zuvor betrachtet.

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26.05.2013, 11:37 Uhr

Offiziel legal Geld fälschen und in die Wirtschaft pumpen obwohl dieses Geld längst keinen Wert mehr hat, nennt man also "Erholung". Interessant...

Wundert sich da eigentlich noch jemand dass mehr und mehr Menschen nicht mehr vor Finanzbetrug zurückschrecken?

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